Besondere Müllsammel-Aktion in Kell am See

Vor rund einer Woche schneite und schneite und schneite es im Hunsrück. In Kell am See war kaum ein Durchkommen mehr für Fahrzeuge – natürlich auch nicht für die Müllabfuhr: Eine Aktion der besonderen Art wurde deshalb ins Leben gerufen.

Was machen, wenn die Müllabfuhr nicht kommt?

Der Hunsrück wurde am vergangenen Donnerstag innerhalb kürzester Zeit mit bis zu 15cm Schnee „beglückt“ – mit kuriosen Folgen. Auf den Straßen ging nichts mehr. Vor allem an Steigungen von Nebenstraßen gab es kein Durchkommen. Leider hatte eben an diesem Tag die ART (Abfallwirtschaft der Region Trier) ihr Kommen in Kell am See zur Abholung der Papiertonne und der Gelben Säcke angekündigt. An eine Befahrung der Schnee-Straßen war für die Müllabfuhr nicht zu denken. Zusätzlich drängte die Zeit – schließlich hatten die Anwohner Mitte Januar noch mehr Müll als ohnehin schon in den Tonnen, da die Weihnachtsfeiertage zwischen den letzten Leerungen lagen.

 

Auch der Biomüll im Visier

Es musste eine Lösung her. So traf Bürgermeister Markus Lehnen (CDU) spontan eine Sonderregelung mit der ART – und auf dem Dorfplatz wurden kurzerhand Container aufgestellt, damit die Bewohner des Hochwaldortes dort selbst ihren Papiermüll und die Gelben Säcke abliefern konnten.

Schon nach zwei Stunden war der Plastikmüll-Container voll. Und die Menschen in Kell am See glücklich, dass sie ihren Müll – trotz der winterlichen Verhältnisse – los waren.

Bilder der Aktion gibt es hier

Am Mittwoch, 20.01.2021 kündigte Ortsbürgermeister Lehnen an, auch Container für Biomüll beantragt zu haben.