Mehrere Leichen im Sarg: Polizei prüft Ermittlungen gegen Bestatter

Die Koblenzer Polizei ermittelt nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal jetzt möglicherweise auch gegen einen Bestatter. Es geht um seinen Umgang mit Todesopfern der Flut.

Auch offene Holzsärge übereinander gestapelt

Laut Polizei sind in mindestens einem Fall sind mehrere Leichen im rheinland-pfälzischen Flutkatastrophen-Gebiet im Ahrtal in einem einzigen Sarg in einem Container gelagert worden. Außerdem seien dort in Bad Neuenahr-Ahrweiler mehrere offene Holzsärge übereinander gestapelt worden. Sie hatten jeweils verdreckte Leichensäcke enthalten.

Die Polizei habe ihre Zusammenarbeit mit dem betreffenden Bestattungsunternehmen vorerst ausgesetzt und prüfe etwaige Verstöße gegen das Bestattungsgesetz, so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Koblenz am Montag mit.

 

Flut kostete in RLP 142 Menschen das Leben

Extremer Starkregen hatte am 14. und 15. Juli an der Ahr eine Flutwelle ausgelöst und weite Teile des Tals unter Wasser gesetzt und zerstört. Die Zahl der Todesopfer durch das Hochwasser liegt in Rheinland-Pfalz weiter bei 142, 141 davon starben im Ahrtal. Weit über 700 Menschen wurden verletzt, 16 Personen werden immer noch vermisst. Insgesamt sind rund 42.000 Menschen von den Folgen der Flut betroffen.

 

Quelle: dpa