24-Jähriger verletzt sechs Bahnreisende mit Reizstoff

Am Samstagabend, dem 18.12.2021, verständigten Zugreisende per Notruf die Polizei in Ludwigshafen, dass ein Mann im Zug Reizstoff versprüht hatte. Sechs Personen mussten medizinisch behandelt werden.

Mit Fahrrad Mann angerempelt

Nach Aussagen der Beteiligten im Zug, hat sich Folgendes ereignet. Ein 24-Jähriger saß mit seinem Fahrrad im Fahrradabteil. Als der Zug losfuhr, nahm er sein Fahrrad und schob es durch den beengten Gang des Wagons. Ein 49-Jähriger saß mit seinem Tablet auf dem Schoß und seinem Smartphone neben ihm liegend in diesem Abteil. Der 24-jährige Mann rempelte den sitzenden 49-Jährigen an und eine Fahrradlampe fiel zu Boden. Daraufhin wurde der 49-Jährige von dem Mann gebeten, diese aufzuheben, was er auch tat. Der 24-Jährige ging mit dem Fahrrad weiter.
 

Zeugen helfen Flucht zu verhindern

Kurz darauf stellte der 49-jährige Geschädigte fest, dass sein Telefon weg war. Er lief direkt dem Beschuldigten im Zug nach und konfrontierte ihn mit seiner Vermutung, dass dieser das Telefon entwendet habe. Der Beschuldigte versuchte beim nächsten Halt des Zuges zu flüchten. Dies wurde durch den Geschädigten, sowie einigen Zeug*innen verhindert. Im weiteren Verlauf zog der Beschuldigte Tierabwehrspray und setzte es gegen den 49-Jährigen, sowie die Zeugen ein. Auch unbeteiligte Reisende wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.
 

Mehrere Personen müssen ärztlich versorgt werden

Der Zug wurde durch die Notfallleitstelle der DB am Bahnhof Schifferstadt gestoppt. Nachdem der Zug hielt und Beamt*innen vom Bundespolizeirevier Neustadt an der Weinstraße um 22:15 Uhr eintraf, verhielt sich der Beschuldigte so unkooperativ und aggressiv, dass er gefesselt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Streifen der Landespolizei, sowie zwei Rettungswagen vor Ort eingetroffen und mehrere Personen wurden ärztlich versorgt.
 

Videoaufzeichnungen sichergestellt

Das Telefon konnte im Zug aufgefunden werden. Die Videoauswertungen aus dem Zug, sowie durch Zeug*innen gefertigte Aufzeichnungen wurden durch die Polizei veranlasst beziehungsweise sichergestellt. Den 24-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren aufgrund gefährlicher Körperverletzung und des Verdachts des Diebstahls.
 

Quelle: Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern