Lokale Unwetter ziehen nach RLP: Auch Krisengebiete könnte es treffen

Es wird zwar kein großflächiges Starkregen-Ereignis, dennoch müssen auch die Hochwasser-Gebiete gewarnt sein: Am Wochenende ziehen Unwetter-Zellen in Rheinland-Pfalz auf. Das ist zu beachten.

Problem: Keine funktionierende Abwassersysteme

Tief Dirk zieht am Wochenende vom Atlantik über Frankreich nach Deutschland und bringt zum Teil kräftige Schauer und Gewitter. „Dabei werden auch die Flutgebiete betroffen sein. Es wird kein großflächiges Ereignis in Sachen Starkregen erwartet. Allerdings sind lokal jeweils starke Gewitter und auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich“, warnt RPR1.Wetterexperte Dominik Jung. „Da es in vielen Gemeinden so gut wie kein funktionierendes Abwassersystem mehr gibt, kann hier jeder Tropfen Regen zu viel sein. Wohin soll das Wasser auch fließen, wenn die Straßengully zum großen Teil verstopft sind beziehungsweise die Abwasserrohre defekt?“

Schlimmster Fall: Der Starkregen staut sich auf den Straßen und läuft im schlimmsten Fall in die Keller. „Wir erwarten bei besonders kräftigen Gewittern 20 bis 40 mm Regen. Besonders stark werden die Gewitter am Nachmittag von Nordrhein-Westfalen bis nach Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg ausfallen.“

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Wetterlage gegen Samstagnachmittag/abend: kräftige Gewitter (=R) im Westen! Quelle: www.wetterdata.de

 

Unwetterwarnungen ab heute Abend verfolgen!

„In den Krisengebieten sind viele Bäume schwer vom Hochwasser getroffen. Teilweise hängt auch noch Unrat weit oben in den Bäumen. Vom Wind kann dieser heruntergeweht werden. Also in Flutgebieten besonders vorsichtig sein! Einsatzkräfte sollten ihre Gerätschaften regensicher machen. Es wird nicht jeden im Flutgebiet treffen, aber dort wo so ein Gewitter stark zuschlägt, kann es wieder Probleme durch Wassermassen geben. Diesmal weniger durch Hochwasser von den Flüssen als durch weggeschwemmte Erde von umliegenden Ackerflächen oder Weinbergen. Vorsicht vor Hagel und Sturmböen“, mahnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met (www.qmet.de), gegenüber dem Wetterportal wetter.net. „Auch der Sonntag bleibt in ganz Deutschland schwülwarm bis schwülheiß. Stellenweise gibt es weitere starke Gewitter und Unwetter. Ab heute Abend daher gut die Unwetterwarnungen verfolgen.“

 

Amtliche Warnkarte des Deutschen Wetterdiensts verfolgen

Wo genau die Unwetter niedergehen, ist wie immer - auch für Meteorolog*innen – nicht exakt vorherzusagen. Welche Orte es trifft, könne laut Deutschem Wetterdienst erst 30 bis 90 Minuten vorher gesagt werden. Es sollte daher am Wochenende auf die aktive Warnkarte des Deutschen Wetterdiensts (DWD) geachtet werden. Diese wird minütlich für die jeweiligen Landkreise aktualisiert:

Zur amtlichen Warnkarte – Wie sieht es in meiner Region aus?

 

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Freitag:19 bis 29 Grad, vielfach sonnig und trocken

Samstag: 23 bis 32 Grad, aus Westen Gewitter mit Unwetterpotenzial

Sonntag: 24 bis 33 Grad, durchwachsen, immer wieder Schauer und Gewitter

Montag: 22 bis 28 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Gewittern

Dienstag: 24 bis 28 Grad, wechselhaft mit Sonne, Wolken und Gewittern

Mittwoch: 19 bis 26 Grad, weitere Schauer und Gewitter
 

 

Quelle: Dominik Jung / wetter.net