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Unfall mit Löwenbaby: Entflohener Vogel wieder eingefangen

Bei dem Unfall auf der A5 am Dienstag wurde von Zeugen ein Vogel gesichtet, welcher aus dem Auto flog. Jetzt wurde der Nashornvogel gefunden.

Update [15.09.2020]

Nach Einschätzungen des Karlsruher Landratsamts war der Transport eines Löwenbabys, das vor einer Woche bei einem Unfall gefunden wurde, grundsätzlich legal gewesen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Besitzerin aus der Slowakei verfügt über eine Genehmigung zur Züchtung von Raubtieren, wie die Behörde am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Dennoch war das Tier zum Zeitpunkt des Transports einige Tage zu jung. Es hätte erst mit acht Wochen von der Mutter getrennt werden dürfen, es war aber erst knapp sieben Wochen alt. Außerdem fehlen den Angaben nach wichtige Dokumente. Die Züchterin müsse daher mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe sei bislang unklar. 


In der Nacht bei Karlsruhe entdeckt

Nach dem Unfall mit einem Löwenbaby auf der A5 bei Kronau hat die Berufstierrettung auch den dabei entflohenen Vogel eingefangen. Das Tier war in der Nacht in einem Wald bei Karlsruhe entdeckt worden. Mittels der sogenannten Wassertechnik benetzten die Einsatzkräfte die Flügel des Vogels, sodass er kurzfristig nicht mehr fliegen und eingefangen werden konnte.

 

Herkunft unklar

Bei einem schweren Auffahrunfall auf der A5 hatte die Polizei am Dienstag ein Löwenbaby aus einem der Autos geborgen. Nach ersten Ermittlungen der Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim handelt es sich um ein circa sieben Wochen altes Löwenmädchen. Mehrere Zeugen hatten außerdem einen Vogel aus dem Anhänger fliegen sehen. Es soll sich dabei um einen Nashornvogel handeln. Die Herkunft beider Tiere ist nicht bekannt.

Transportpapiere in slowakischer Sprache wurden bei der Unfallaufnahme sichergestellt und werden jetzt übersetzt und ausgewertet, so die Polizei Mannheim. 

 

Was passiert nun mit Löwenmädchen "Lea"?

Nach der Bergung des Löwenbabys wurde es von der Berufstierrettung Rhein-Neckar zu einem Tierarzt zur medizinischen Erstversorgung gebracht, welche zeigte, dass das Weibchen keine schweren Verletzungen erlitten hatte. Das Jungtier, das nun auf den Namen "Lea" hört, wurde anschließend ins Reptilium Landau gebracht, wo es sich nun in Quarantäne befindet. 

 

Unfallursache offenbar geklärt

Entgegen den ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang, haben die Ermittler der Autobahnpolizei Walldorf das tatsächliche Unfallgeschehen festgestellt. Demnach soll der 54-jährige Fahrer des Kleinbusses mit Anhänger während der Fahrt auf der A 5 in Richtung Karlsruhe eingeschlafen sein. Dies hatte zur Folge, dass er zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und der Anschlussstelle Kronau im Baustellenbereich auf einen vor ihm abbremsenden Sprinter auffuhr. Der Sprinter wurde anschließend noch gegen einen davor abbremsenden Sattelzug geschleudert, dessen 49-jähriger Fahrer unverletzt blieb.