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Wut bei Feuerwehren in RLP wegen Impf-Ignoranz wächst

Empörung und Unverständnis machen sich bei den Feuerwehren in RLP breit, denn jegliche Appelle und Bitten nach einer schnelleren Impfung für die Einsatzkräfte stoßen offenbar auf taube Ohren. Die klare Forderung des LFV: Feuerwehren im Land müssen schneller geimpft werden!

Appelle werden ignoriert

Der Landesfeuerwehrverband mit Sitz in Koblenz übt heftige Kritik am Gesundheitsministerium in Mainz. Der Grund: Die meisten freiwilligen Feuerwehrkräfte würden immer noch auf ihre Erstimpfung warten. Trotz zahlreicher Bitten, Hinweise und Appelle hätten sich die Verantwortlichen bislang nicht zu einer schnellen Impfung der Brandbekämpfer durchringen können, so der Verbandspräsident Frank Hachemer. „Es sind nicht nur ernsthafte Schäden für die Moral der
Wehrleute zu befürchten, sondern auch ein langfristiger Exodus."

 

LFV: Warum werden Feuerwehren nicht als eigene Gruppe geimpft?

Für den Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz sind schnellere Impfungen eine Frage der Anerkennung. "Das Verständnis für die lange Wartezeit bis zu flächendeckenden Impfungen von Feuerwehr-Angehörigen schwindet", so der Präsident Hachemer. Noch immer bekommen nicht alle Impfwillige zeitnah einen Impftermin, heißt es. 

Feuerwehrangehörige seien nicht nur als Helfer in Impfzentren einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt: Die Einsatzkräfte könnten auch "jederzeit in direkten Kontakt mit infizierten Personen kommen, etwa bei Verkehrsunfällen oder den immer häufigeren Hilfeleistungen für den Rettungsdienst", sagte Hachemer. Daher sei es unverständlich, warum Feuerwehren nicht als eigene Gruppe mit Impfungen versorgt werden könnten und sich in die normale öffentliche Terminvergabe einzuflechten hätten, sagte er. Die andauernde Ignoranz drücke auf die Motivation der Feuerwehrleute. 

 

Motivation schwindet

"Viele erklären, dass sie so langsam nicht mehr dazu bereit sind, sich weiter freiwillig für eine Gesellschaft engagieren zu wollen, die gerade jetzt ihre ernsthaften Bedürfnisse ignoriert und auf die Seite schiebt“, so der LFV Rheinland-Pfalz. Die derzeitige Praxis und empfundene Ignoranz komme bei zahlreichen Wehrleuten so an und mache regelrecht wütend. "Nach zahlreichen früheren Bekundungen, wie sehr man diesen ehrenamtlichen Einsatz schätze und brauche, fühlen
sich viele nun regelrecht veräppelt und im Stich gelassen“, so der Präsident.

 

"Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung"

Die Glaubwürdigkeit der politisch Verantwortlichen schindet und es drohen ernste Schäden, geht der Verbandspräsident aus, vielmehr befürchte er: "„Wenn langfristig die Motivation zerstört wird und genug Leute hinschmeißen, steht letztlich unsere gesamte Sicherheitsarchitektur zur Disposition. Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung!"

 

Quelle: LFV Rheinland-Pfalz, dpa