Kuriose Kondensstreifen über RLP – das steckte dahinter

Tausende Bilder wurden am Mittwochnachmittag über die Sozialen Medien geteilt: Was hatte es denn mit dem kuriosen Kondensstreifen-Wirrwarr am Himmel über Rheinland-Pfalz auf sich?

Kuriose Flugroute

Hat der Pilot einen gezwitschert? Oder ist das Navi ausgefallen? Am Mittwochnachmittag haben sich zahlreiche Rheinland-Pfälzer über kuriose Kondensstreifen am Himmel gewundert. Mancherorts wollten Anwohner gar das männliche Geschlechtsteil in der Form erkennen.

Doch was steckte wirklich hinter dem unförmigen Flug? Das Luftfahramt der Bundeswehr hat den Spekulationen am Donnerstag ein Ende gesetzt. Zwei Eurofighter hätten am Mittwoch als sogenannte Trainings-Alarmrotte ein Abfangmanöver simuliert, teilte ein Sprecher mit. Die durchschnittlich geflogene Höhe habe rund 11 300 Meter über dem Grund betragen. Die Flugroute war danach von Baden und vom Rhein-Main-Gebiet aus zu sehen. „Ein Verstoß gegen flugbetriebliche Vorschriften konnte nicht festgestellt werden“, teilte der Sprecher weiter mit.

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Das Kondensstreifen-Wirrwarr vom pfälzischen Maikammer aus.

 

Für derartige Übungen werden laut Deutscher Flugsicherung übrigens ausgewiesene Zonen vorübergehend blockiert. Damit würden Luftbetankungen oder auch taktische Manöver bis hin zum Luftkampf geübt, wie ein Sprecher in Karlsruhe erläuterte. „Diese folgen bestimmten Bewegungsmustern. Das erklärt, warum am Dienstag und am Mittwoch fast identische Kondensstreifen-Zeichnungen zu sehen waren.“

 

Quelle: dpa

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