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Nordrhein-Westfalen: Köln

Verschwundene Luxus-Warensendungen: Razzia mit 120 Einsatzkräften

In Köln konnte die Staatsanwaltschaft einen wichtigen Teilerfolg gegen organisierten Bandendiebstahl verbuchen: Nach verdeckten Ermittlungen werden mit 120 Polizist*innen Razzien in den Räumen drei verschiedener Unternehmen durchgeführt.

Unzustellbare Warensendungen gestohlen

Durchsucht wurden die Räume eines am Flughafen KölnBonn ansässigen Logistikunternehmens, die eines weiteren Speditionsunternehmens und das Gelände des Abfallentsorgers AVG. Mitarbeiter aller drei Unternehmen stehen im Verdacht in großem Umfang hochwertige Ware entwendet zu haben. Dabei handelt es sich um hochwertige Technik- und Luxusartikel, die aufgrund fehlender Etiketten oder beschädigter Verpackungen als nicht zustellbar galten. Diese wurden allerdings nicht wie vorgeschrieben entsorgt, sondern gestohlen. Im Fokus der laufenden Ermittlungen stehen zudem auch beschuldigte Zollbeamte. Insgesamt berichtet die Staatsanwaltschaft und Polizei Köln von insgesamt 14 Beschuldigten.

Verbrechen mit System

Wie die Polizei berichtet, sollen die beteiligten Personen unter Aufsicht des Zolls die Waren nach der vorgeschriebenen Lagerfrist zum AVG-Betriebshof gebrachte haben. Die vorgeschriebene Zerstörung der Sendungen als Vorsichtsmaßnahme gegen Diebstahl soll dabei nicht erfolgt sein. Im Entsorgungsmittelunternehmen sollen die wertvollen Pakete dann aussortiert und unter den beteiligten Personen aufgeteilt worden sein, während andere Waren ordnungsgemäß der Vernichtung zugeführt wurden.

Quelle: Polizeipräsidium Köln