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Irreler Wasserfälle von Flutkatastrophe zerstört

Zwei Monate ist die Flutkatastrophe jetzt schon her - und die hat auch in der Region Trier an vielen Orten deutliche Spuren hinterlassen. Besonders schlimm getroffen hat es die Irreler Wasserfälle (Kreis Bitburg-Prüm).

Vom malerischen Tal keine Spur mehr

RPR1.Reporter Sebastian Hoffmann hat sich ein Bild von der Zerstörung vor Ort gemacht…

Die Irreler Wassrfälle waren immer eine DER Attraktionen im Naturpark Südeifel. Doch nach der Flutkatastrophe Mitte Juli, die dutzenden Menschen in Rheinland-Pfalz das Leben kostete, steht auch hier in dem malerischen Tal kein Stein mehr auf dem anderen.

Geht man den beliebten Wanderweg zu den Irreler Wasserfällen ab, sieht man schnell: Von den Stromschnellen der Prüm ist nach der Flutkatastrophe nicht mehr viel übrig. Die Verwüstung ist riesig, überall liegt Geröll, zahlreiche Brücken stehen nicht mehr.

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Vor der Flutkatastrophe sah es dort so aus... Bild: picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack

 

Brücken weggespült

Elke Wagner von der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH erzählte im RPR1.Interview, wie es war nach den Unwettern das erste Mal wieder her zu kommen: „Ich war richtig angespannt. Weil ich natürlich davor schon gehört habe, dass die Irreler Wasserfälle nicht mehr da sind. Als ich dann den ersten Blick dort runtergeworfen hab, war ich erstmal erleichtert. Da liegen immer noch viele Felsblöcke – aber eben auch viele verändert. Und auch, dass die Brücke weg ist…das konnte ich auch erst überhaupt nicht fassen.“

 

„Achtung, Lebensgefahr!“

Riesengroße Felsbrocken stürzten in der verhängnisvollen Flutnacht vom Hang in die Prüm. Überall hängen inzwischen rote Absperrbänder und Schilder mit der Warnung "Achtung Lebensgefahr!". Der Wanderweg ist teilweise vom Wasser unterspült, Bäume liegen quer. Der Tourismus steht seit der Flutkatastrophe quasi still.

 

Aber wie soll es denn da in Zukunft weiter gehen? „Eine Idee, die ich sehr schön finde und die von der Gemeinde geäußert wurde, ist, wenn man etwas anderes baut – zum Beispiel eine Hängebrücke – dass man dann auch ein Bild vermittelt, wie es hier wirklich mal ausgesehen hat“, so Wagner im Interview. Also ein Nachbau der beliebten Stromschnellen kommt wohl eher nicht in Frage - der Eingriff in die Natur wäre dabei viel zu groß. Aber können die Irreler Wasserfälle in Zukunft trotzdem nochmal zu einem beliebten Ort werden? „Dieses Symbol ‚Irreler Wasserfälle‘ – da werden wir wieder was draus machen. Für die Menschen in der Region ist es auch extrem wichtig.“

Und obwohl die Wasserfälle kaum mehr wiederzuerkennen sind - der Ort hat schon jetzt einen neuen, ganz besonderen Charme…

 

Quelle: RPR1.Studio Trier