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Ahrtal-Wein namens „Impfstoff“ schlägt hohe Wellen

Coole Idee oder einfach nur daneben? Winzer aus dem Ahrtal haben ihren Wein „Impfstoff“ genannt – und sich damit neben begeisterten Kunden auch Ärger ins Haus geholt.

Was aus einer Schnapsidee werden kann…

Der "Impfstoff" ist endlich da! Es ist ein...Spätburgunder trocken!

Die Winzergenossenschaft Dagernova im Ahrtal hatte die kuriose Idee: Ein Wein namens „Impfstoff“! Auf dem Etikett steht: Hilft garantiert nicht gegen das Virus. Macht die Lage aber etwas erträglicher. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie unsere Winzer oder Kellermeister.

Wie kommt man darauf? „Wir leiden natürlich auch unter Corona, weil wir im größeren Umfang die Gastronomie bedienen. Die fällt ja nun komplett weg“, erklärt Dominik Hübinger, Vorstandsvorsitzender der Dagernova. Es brauchte neue Lösungen – und dann kamen die Winzer aus einer Laune heraus auf die „Impfstoff“-Idee. „Am Anfang war das eine Schnapsidee. Dann haben wir das zuerst mal in den Online-Shop gestellt und geschaut, was passiert. Dann hat sich das verselbstständigt – und war auf einmal super erfolgreich!“

 

AHA-Regel: „Ansetzen, halten, austrinken“

Weinhändler wie Lutz Schmidt haben den „Impfstoff“ in ihr Sortiment aufgenommen - und sich noch mehr lustige Beschreibungen für diesen Wein ausgedacht. Zum Beispiel die neu formulierte AHA-Regel: ansetzen, halten, austrinken. „Die meisten fanden das wirklich lustig“, so Schmidt. „Vor allem wenn ich mir die explodierenden Bestellungen aus Deutschland anschaue.“

Ganz so lustig fand das die hamburgische Landesstelle für Suchtfragen übrigens nicht: Sie sagt, das verstoße gegen die Richtlinien für Alkoholwerbung. NOCH gibt es den Wein jedenfalls zu kaufen – Interessierte sollten deshalb schnell zuschlagen.
 

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