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Aktion: „Hundekot-Beflaggung“ in Kaiserslautern

Die Stadt Kaiserslautern zeigt jetzt Flagge - und zwar genau dort, wo Herrchen und Frauchen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde liegengelassen haben.

Überall stinkige Tretminen

Sie sehen abstoßend aus, riechen übel und übertragen im schlimmsten Fall Krankheiten: Die Rede ist von Hundehaufen auf Grünflächen, Parkanlagen, Spielplätzen und Baumscheiben. Allein in der Stadt Kaiserslautern sind derzeit 4.542 Hunde gemeldet. Statistisch gesehen sind das 520 Kilogramm Hundekot pro Tag, der teils richtig entsorgt wird, teils auch liegen bleibt. 

Die Beschäftigten der Stadtbildpflege Kaiserslautern (SK) erdulden notgedrungen tagein und tagaus diese unzumutbare Problematik bei der regelmäßigen Reinigung. Viele Bürger*innen sind zudem verärgert über die stinkenden Tretminen in ihrem Umfeld. Denn eigentlich gilt: Zum Wohle aller müssen Hundehalter*innen die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß entsorgen. Doch das tun sie eben oft nicht.

 

Ein Fähnchen für jeden Haufen

Um die Problematik in den Griff zu bekommen, hat die Stadt die Dichte der Hundekotbeutelspender auf 49 Stück erhöht und diese im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit stark beworben. Doch trotz des Angebots finden sich immer wieder Hundehaufen auf Flächen, die von der Stadt aber auch von privaten Eigentümern sauber gehalten werden.

Was nun? Die Stadt hat sich deshalb eine „Hundekot-Beflaggungs-Aktion“ einfallen lassen, um die Bürger*innen zu sensibilisieren. Zwischen dem 21. Juni und 16. Juli wird mit kleinen Flaggen markiert. „Wir wollen mit dieser äußerst unappetitlichen Aktion jedem deutlich machen, wie störend bis ekelerregend das Thema Hundekot erlebt wird. Liebenswerte Vierbeiner geraten unverschuldet in schlechtes Licht. Die Vernunft der Hundehalterinnen und -halter soll angesprochen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen sich in unserer Stadt wohl fühlen“, erklärt Bürgermeisterin Beate Kimmel, die die Aktion unterstützt.  

 

Wer möchte mitmachen?

In einer Auftaktveranstaltung am 14. Juni um 13.30 Uhr wird die Bürgermeisterin zusammen mit der Werkleitung und den Beschäftigten der Stadtpflege Hundekothaufen mit Fähnchen auf der Grünfläche zwischen Friedrich-, Schubert- und Fischerstraße markieren. Fähnchen und Hundekot werden nach der Veranstaltung entfernt. 

Wer ebenfalls in Kaiserslautern aktiv werden möchte – egal ob Einzelperson, Gruppen, Vereine oder Institutionen - kann sich bis zum 20. Juni für eine eigens organisierte Beflaggungsaktion bei der Stadtpflege melden, die dafür kostenfrei Fähnchen zur Verfügung stellt.

Eine Mail mit Kontaktdaten, Aktionstag, Uhrzeit, Anzahl der Personen, Anzahl der benötigten Fähnchen und der bevorzugten Beflaggungsfläche an [email protected] reicht. Bei Bedarf kann die SK auch Flächen zuweisen. Wichtig ist, dass es sich um städtische Flächen handelt, für deren Pflege die SK zuständig ist.

 

Schuld sind nicht die Vierbeiner

Bürgermeisterin Beate Kimmel, die auf rege Teilnahme hofft, bringt es auf den Punkt: „Eins ist klar: Schuld an dem Dilemma tragen die Zweibeiner am hinteren Ende der Leine. Die Lösung des Problems liegt, wie in so vielen Fragen des menschlichen Miteinanders, in gegenseitigem Respekt und der damit verbundenen Rücksichtnahme. Ziel der Aktion ist, für Aufmerksamkeit zu sorgen, Betroffenen gegenüber Mitgefühl auszudrücken und Hundehalterinnen und -halter zu sensibilisieren.“

 

Quelle: PM Stadt Kaiserslautern

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