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Erste „Hundediplome“ in Rheinland-Pfalz vergeben

Im Umgang zwischen Hunden und jungen Menschen kann einiges schief gehen. Für ein besseres Verständnis gibt es deshalb in Rheinland-Pfalz nun ein „Hundediplom junior“. Wir erklären, was dahinter steckt.

Kleiner Hundeführerschein für Kinder

Im nördlichen Rheinland-Pfalz haben kürzlich Seminare für ein harmonisches Miteinander von Hunden und Kindern begonnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, gibt dort eine Hundetrainerin Gruppen von vier bis sechs jungen Menschen im Alter von 10 bis 15 Jahren vierstündige Seminare für den Umgang mit Hunden. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein sogenanntes „Hundediplom junior“. Der Tierschutzverein Kreis Ahrweiler ist laut Angaben des Umweltministeriums in Mainz die erste Einrichtung, die eine Förderzusage für das Programm erhalten hat.

 

Ein Hund ist kein Spielzeug

Bei der Abgabe von Hunden im Tierheim werde oft gesagt, dass diese „gar nicht mit Kindern könnten“, erklärt Irene Krah vom Vorstand des Tierschutzvereins gegenüber der dpa. „Da ist dann etwas schiefgelaufen.“ Zusammen mit der Seminarleiterin, einer selbstständigen Hundetrainerin, und den Mischlingshunden Kyra und Bumble ist sie bei den Seminaren in Nord-RLP dabei. Diese richten sich übrigens auch an Kinder, die keinen Hund haben.

„Ganz wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche erkennen, dass ein Hund ebenso wie eine Katze oder eine Maus ein Lebewesen ist und kein Spielzeug“, sagt Krah laut dpa. Die Sprösslinge werden angehalten, den Hund zunächst genau zu betrachten – und vor allem seine Körpersprache von den Ohren bis zum Schwanz kennenzulernen. „Man muss den ganzen Hund sehen, um ihn lesen zu können“, erläutert Krah.

 

Land fördert die Kurse

Außerdem bekommen die Seminarteilnehmer Lehrmaterial des Deutschen Tierschutzbundes zu den Schulungsinhalten. Dabei lernen sie etwa, dass man einem Hund nicht über den Kopf streichen sollte – „man macht ihn klein damit“, erklärt die Tierschützerin. Der Seminarstoff bietet auch Informationen zu verschiedenen Hunderassen.

Besonders erfreulich: Die ersten Seminare seien alle voll besetzt gewesen, sagt Krah und freut sich auf weitere Anmeldungen über die Homepage des Vereins. „Wir haben Termine bis Dezember.“ Die Resonanz sei sehr groß: „Alle gehen begeistert nach Hause.“

Das Umweltministerium fördert jeden kostenlos angebotenen Kurs mit 300 Euro, insgesamt stellt das Land 9000 Euro zur Verfügung. „Der richtige Umgang mit Hunden ist sowohl für Hund als auch Mensch wichtig“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). „Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, dass bereits Kinder das Verhalten von Hunden richtig interpretieren und entsprechend reagieren können.“

 

Quelle: dpa