Hochwassergefahr nimmt am Wochenende zu

Heftige Regenfälle im Süden und Südwesten Deutschlands lassen die Pegel immer weiter ansteigen. In vielen Regionen von Rheinland-Pfalz sind die Flüsse bereits übers Ufer getreten. Die Lage bleibt angespannt.

Erste Tote und Verletzte durch Hochwasser

Es regnet und regnet – und die Flüsse in Rheinland-Pfalz schwellen gefährlich an. Laut Wettervorhersage bleibt die Lage in den nächsten Tagen angespannt. Der Dauerregen am Oberrhein und in den Vogesen wird Rhein und Mosel weiter ansteigen lassen. Auch viele kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten. In Baden-Württemberg fiel eine junge Frau dem Hochwasser zum Opfer, eine 72-Jährige ist in der Eifel in Ließem in einen Bach gestürzt und konnte gerade noch vor dem Ertrinken gerettet werden.  

Erst am Sonntag sollen die Pegel voraussichtlich wieder fallen – bis dahin ist die Lage im ganzen Land angespannt.

 

Evakuierung von Zell?

Die Mosel ist inzwischen zu einem reißenden Strom geworden. Anwohner berichten von ersten vollgelaufenen Kellern, die Parkplätze in Bernkastel-Kues stehen komplett unter Wasser. Laut Polizei könnte es sein, dass die Innenstadt von Zell geräumt werden muss. In Cochem bereiten sich die Behörden derweil auf die Sperrung der B53 vor. Viele Orte haben sich bereits mit Schutzwänden und ähnlichem gerüstet, es bleibt abzuwarten, ob sich die Lage in den kommenden Stunden etwas entspannt.

 

Heidelberger Altstadt gefährdet

Alarmstufe Rot auch in Heidelberg: Aufgrund der Starkregenfällen und des Unwetters trat bereits am Freitagmorgen der Neckar im Bereich der Heidelberger Altstadt über die Ufer. Hier musste die B 37 im Bereich der "Alten Brücke" für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.

 

Rheinpegel steigt und steigt

Der steigende Wasserstand im Rhein trifft die Verkehrswege entlang der Uferseiten immer heftiger. Zwischen Remagen und Erpel hat die Personenfähre bereits ihren Dienst eingestellt. Wie der Betreiber mitteilt, fährt die Autofähre zwischen Remagen-Kripp und Linz aktuell noch. Er rechnet aber damit, im Laufe des Samstags auch hier den Betrieb einstellen zu müssen.

In Koblenz hat die Feuerwehr die mobilen Schutzwände aufgebaut. Ein Bild aus Bendorf zeigt, dass der Rhein inzwischen extrem viel Wasser führt.

 

Kölner Altstadt in Gefahr?

Auch in Nordrhein-Westfalen herrscht Hochwassergefahr. In Teilen von Köln und Bonn-Mehlem sind bereits Wege am Rhein überschwemmt. Seit Mittwoch ist der Verkehr auf dem Wasser eingeschränkt, in den kommenden Tagen sollen die Pegelstände weiter steigen.

Im Kölner Süden stehen die ersten Schutzwände. Am Montag könnte der Rhein so viel Wasser führen, dass auch die Altstadt geschützt werden muss.

 

Diese Regionen sind gefährdet

Doch nicht nur diese Regionen sind gefährdet. Derzeit gilt eine Warnung des Landesamts für Umwelt in folgenden Teilen von Rheinland-Pfalz: 

Hier geht es zu den aktuellen Pegel-Meldungen

 

Quelle: Hochwassermeldeamt, dpa


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