Schüsse an Heidelberger Uni-Campus: Zwei Personen gestorben - weitere verletzt

In Heidelberg kam es Montagmittag zu einem Großeinsatz der Polizei. Eine Person hat in einem Hörsaal mehrere Personen mit einer Langwaffe verletzt. Der Täter ist laut der Polizei ums Leben gekommen.

Mutmaßlicher Täter ist tot

Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, handelte es sich bei der Tat um einen Amoklauf. Der Täter soll selbst als Student eingeschrieben gewesen sein und erste Erkenntnisse legen keine politischen oder religiösen Motive nahe. Er soll mehrere Langwaffen bei sich getragen haben und sich schließlich selbst erschossen haben, so die dpa. Aktuelle Informationen werden ergänzt.

+++ Update +++
Am späten Montagabend veröffentlichte das Polizeipräsidium Mannheim weitere Informationen zur Tat:
Der 18-jährige Student hatte gegen 12:30 in einem Tutorium mit 30 Anwesenden unvermittelt begonnen, Schüsse abzufeuern. Durch die Schüsse wurden vier Studierende verletzt, eine 23-Jährige erlag noch am Nachmittag ihren Verletzungen. Die drei weiteren Student*innen trugen lediglich leichte Verletzungen davon.

Nach den Schüssen flüchtete der Täter auf das Universitätsgelände und erschoss sich in der Nähe des Botanischen Gartens selbst. Einsatzkräfte der Polizei konnten zwei Langwaffen und einen Rucksack mit 100 Schuss Munition sicherstellen. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll der 18-Jährige die Tatwaffe wenige Tage zuvor aus dem Ausland besorgt haben. Die Wohnung des Täters und weitere Zimmer bei seinen Eltern wurden durchsucht und digitales Equipment wird ausgewertet. Das Motiv der Tat bleibt weiterhin unklar.

Insgesamt waren neben den Rettungskräften mehr als 400 Polizist*innen im Einsatz. Darunter das Mobile Einsatzkommando und das Spezialeinsatzkommando des Polizeipräsidiums. 

 

 

 

 

 

Quelle: dpa, Polizeipräsidium Heidelberg

Radio online hören mit radio.de