Erneut zahlreiche Unwettereinsätze in Rheinland-Pfalz

Wieder einmal haben heftige Gewitter mit Hagel und Starkregen in Teilen von Rheinland-Pfalz die Feuerwehren in Atem gehalten. Diesmal traf es vor allem die Regionen Ludwigshafen und Koblenz.

Vollgelaufene Keller, umgeknickte Bäume, Unfälle

Die heftigen Unwetter über Teilen von Rheinland-Pfalz wirken auch am Dienstagmorgen nach. Im Rhein-Lahn-Kreis ist zwischen Niederlahnstein und Bad Ems aufgrund von Unwetterschäden derzeit nur ein Gleis für Zugfahrten frei, wie die Deutsche Bahn am Dienstagmorgen auf Twitter mitteilte. Es gebe Verspätungen von etwa 20 Minuten, kurzfristige Zugausfälle seien möglich. Die Störung soll den ganzen Tag anhalten.

Vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen, Bäume auf der Fahrbahn – das schwere Unwetter hat am Abend vor allem Koblenz getroffen. Es gab rund 70 Feuerwehreinsätze im gesamten Stadtgebiet. Probleme bereitete unter anderem ein über die Ufer getretener Bach.

Auch auf der A3 und A48 brachte Starkregen den Verkehr zum Stillstand. Im Bereich der Autobahnpolizei Montabaur gab es sieben Unfälle mit zwölf beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. Zwischen Bad Ems und Koblenz musste die B 260 teilweise gesperrt werden. Die Koblenzer Feuerwehr war mit rund 150 Kräften stundenlang im Einsatz.

 

Straßen glichen reißendem Fluss

In der Pfalz waren am Abend vor allem Fußgönheim, Weisenheim am Sand und Ludwigshafen-Ruchheim betroffen. Durch die starken Niederschläge glichen die Straßen teilweise einem reißenden Fluss, Keller liefen voll und Bäume knickten um.

Die Feuerwehren waren bis in die Nacht hinein im Dauereinsatz. Alleine im Ludwigshafener Stadtteil Ruchheim gab es laut Feuerwehr 75 Einsätze. Ruchheims Ortsvorsteher Dennis Schmidt sagte gegenüber RPR1.: „Das war mit Sicherheit eins der schlimmsten Ereignisse der letzten 20 Jahre.“

Unwetter am Montagabend in Fußgönheim (Rhein-Pfalz-Kreis). Quelle: Nicole aus Fußgönheim

 

Weitere Unwetter nicht ausgeschlossen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Dienstagmorgen Unwetterwarnungen zunächst zurückgezogen. Im Tagesverlauf kann es in Rheinland-Pfalz aber erneut zunehmend schauern und gewittern. Lokal sind dann auch wieder Unwetter durch heftigen Starkregen möglich.