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Gemischte Reaktionen auf kostenlosen Nahverkehr

Während der Verkehrsverbund Rhein-Main Millionenverluste befürchtet, begrüßge die CDU in Ludwigshafen die Idee mit Blick auf den Hochstraßen-Abriss.

Die Meinungen über einen kostenlosen Nahverkehr in Großstädten gehen auseinander. Der Verkehrsverbund Rhein-Main teilte heute mit, dass ein solches Modell massive Verluste mit sich bringen würde. Jährlich würden damit etwa 900 Millionen Euro an Einnahmen aus Ticketverkäufen wegfallen, so der RMV. So etwas müsse durch andere Quellen finanziert werden.

Hintergrund ist der Streit um die Luft-Verschmutzung in deutschen Großstädten. In einem Schreiben aus Berlin an die EU-Kommission heißt es, die Bundesregierung denke zusammen mit den Ländern und den Kommunen über einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr nach, um die Zahl privater Fahrzeuge zu verringern. 

SPD und Grüne fordern Mittel vom Bund

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) begrüßte die Idee grundsätzlich, letztlich sei es aber eine Frage der Finanzierung, wenn der Bund bereit sei. Je mehr Menschen den öffentlichen Nahverkehr nutzten, umso besser, so Dreyer. Aber: "Im Moment schaffen unsere Städte, Gemeinden und Landkreise das nicht, den ÖPNV zu finanzieren."

Der Mainzer Oberbürgermeister Ebling (SPD), der auch Präsident des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) ist, sagte der Deutschen Presseagentur: "Der Bund muss sagen, wie er so etwas bezahlen möchte." Er stelle sich die Frage, wie das in der Praxis umgesetzt werden solle.

Bonns Oberbürgermeister sieht kostenlosen ÖPNV skeptisch

Einem Testlauf, wie ihn die Bundesregierung unter anderem für Bonn plant, steht nach Ansicht von Bonns OB, Ashok Sridharan, eine Reihe von Problemen gegenüber. Die Stadt sei Teil eines Verkehrsverbundes und könne nicht einfach eigenständig die Tarifstruktur, so Sridharan. Desweiteren müsse geklärt werden, wo zusätzliche Busse und Bahnen beschafft werden könnten, um die zusätzlichen Pendler zu befördern.

CDU Ludwigshafen sieht positive Argumente

Die CDU-Stadtratsfraktion in Ludwigshafen begrüßt die Überlegungen der Bundesregierung. Ein kostenloser ÖPNV sei insbesondere für die Metropolregion Rhein-Neckar eine sinnvolle Idee, heißt es. Durch den Abriss der Hochstraße in den kommenden Jahren würden nicht nur die Menschen in Ludwigshafen sondern auch in Mannheim und Heidelberg von der Gratis-Nutzung von Bus und Bahn profitieren.

Quelle: dpa, Stadt Bonn, CDU Ludwigshafen, RMV
 

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