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Dutzende Gaffer behindern Rettungseinsatz im Westerwaldkreis

Sie filmten den Einsatz, öffneten die Türen des Rettungswagens und des Feuerwehrautos: 60 Gaffer haben Ende Juli die Einsatzkräfte bei der Reanimation einer Frau massiv behindert.

Rettungswagen geöffnet

Es sind Szenen, die sprachlos machen: Während eine Person um ihr Leben kämpfte, haben sich etliche Gaffer in Wirges im Westerwaldkreis unsäglich verhalten. Wie die Rhein-Zeitung berichtet, sollen rund 60 Gaffer den Einsatz massiv behindert haben. Unfassbar: Sie filmten laut Feuerwehr-Angaben die schrecklichen Szenen und öffneten die Türen des Rettungswagens und der Feuerwehrfahrzeuge. Laut Rhein-Zeitung ermittelt jetzt die Kripo wegen unterlassener Hilfeleistung.

 

Muss das denn sein?!

Aufgrund der Gaffer mussten laut dem Feuerwehrbericht mehrere Kollegen abgestellt werden, um die Einsatzstelle von Schaulustigen freizuhalten. „Diese Einsatzkräfte konnten an der eigentlichen Rettung (obwohl notwendig) gar nicht mehr teilnehmen.“

Was die Retter besonders erschreckte: Mehrere Erwachsene seien mit ihren Kindern in den abgesperrten Bereich gegangen, um das Geschehen aus der Nähe zu sehen und Fotos zu machen. „Muss das denn sein?“, so die Feuerwehrleute auf Facebook. „Muss man sich denn so an dem Leid einer Person ergötzen und dann auch noch zusätzlich alles filmen? Wünscht man sich das denn auch, wenn mal selbst in einer Notlage ist?

Und jetzt sagen wir es mal in aller Deutlichkeit: Es kann jeder, von jetzt auf gleich, in eine lebensbedrohliche Situation kommen!“

 

Quelle: Feuerwehr / Rhein-Zeitung

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