Mild, nass und stürmisch – Frühlingswetter fällt ins Wasser

Wird’s nochmal richtig Winter? Wie RPR1.Wetterexperte Dominik Jung erklärt, stehen die Chancen eher schlecht – viel eher wird es wieder stürmisch und nass!

Es wird vor allem eines: Nass!

In der Wetterküche geht es wechselhaft weiter. „Die Westwetterlage hat uns total im Griff und das schon seit Februar. Das ist wirklich erstaunlich, denn in den vergangenen beiden Jahren war diese eigentlich für uns typische Wetterlage fast eingeschlafen“, erklärt RPR1.Wetterexperte Dominik Jung. „Daher gab es in Deutschland auch diese markante Dürre in 2018 und 2019.“

Die aktuelle Westlage ist derzeit ein absoluter Regenbringer. Bereits im Februar gab es im Westen Hochwasser und auch aktuell sind die Flüsse randvoll, jeder Regentropfen fließt sofort ab. Es droht ein neues Hochwasser!

 

Nächster Sturm steht in den Startlöchern

 „Das sind definitiv keine schönen Frühlingsaussichten. Zwar bekommen wir wie erwartet keinen Märzwinter, aber auch kein schönes Frühlingswetter. Es geht zwar mild, aber zeitweise auch sehr nass weiter“, sagt Jung.

Heute Abend wird es in Rheinland-Pfalz recht windig, am Dienstag droht laut dem europäischen Wettermodell im gesamten Land Sturm, teilweise schwere Sturmböen bis 100 km/h und in den Hochlagen Orkanböen bis 150 km/h. Wird es eine Sabine 2.0 geben? „Das ist noch unsicher. Ein Sturmereignis wird es wohl werden, wie heftig ist heute aber noch nicht sicher. Sorgen machen besonders die vielen Niederschläge. Da könnte bald so mancher Keller an Mosel, Nahe, Saar und auch am Rhein wieder unter Wasser stehen“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

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Regensummen binnen 7 Tagen: Im Westen und Südwesten wird es ziemlich nass werden, verbreitet mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter, am Oberlauf der Mosel sogar um 100 Liter. Quelle: www.wetterdata.da

 

Natur freut sich

Einen Märzwinter wird es nach aktuellem Stand nicht geben. Es bleibt aufgrund der Westwetterlage recht mild, da die Luftmassen immer wieder aus Westen bzw. Südwesten kommen – und da ist es nun mal eher mild als kalt. „Für die Natur könnte die ganze Sache natürlich kaum besser laufen. Nach zwei Dürrejahren hat der Himmel nun wieder seine Schleusen voll geöffnet und genau zur Wachstumsphase gibt es viel Regen und auch recht warme Temperaturen. Das ist Wachstumswetter vom Feinsten“, so der RPR1.Wetterexperte weiter.

 

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Donnerstag: 4 bis 11 Grad, viele Wolken, aus Westen immer wieder Regen

Freitag: 4 bis 12 Grad, wechselhaft und zeitweise nass, teilweise auch Schneeregen

Samstag: 4 bis 9 Grad, unbeständig, immer wieder Schauerwetter

Sonntag: 7 bis 12 Grad, Schauerwetter und immer wieder windig

Montag: 6 bis 12 Grad , Aprilwetter, Mix aus Sonne, Wolken und Schauern

Dienstag: 8 bis 14 Grad, viele Regen und stürmisch, teilweise in den Hochlagen Orkanböen

Mittwoch: 9 bis 16 Grad, weiterhin nasse und windige Westwetterlage

 

Quelle: wetter.net / Dominik Jung