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Nach Erdrutsch: Feuerwehr bereitet Versorgung der Bewohner vor

Nach dem Erdrutsch zwischen Kordel und dem Ortsteil Hochmark, bei dem eine Straße abgesackt war, gehen die Bergungsarbeiten heute weiter. Zudem werde die Versorgung der abgeschnittenen Bewohner nun von der Feuerwehr organisiert.

Lastwagen soll über Rampe geborgen werden

Nachdem am Montag im Kreis Trier-Saarburg, zwischen Kordel und dem Ortsteil Hochmark eine Straße aufgrund eines Erdrutsches abgesackt war, gehen die Bergungsarbeiten weiter. Um den abgestürzten Lastwagen aus dem Schlamm zu ziehen, solle nun eine Rampe gebaut werden, sagte der Wehrleiter Trier-Land, Jürgen Cordie, am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Ein schwerer Kran könne die Stelle nicht anfahren, weil die Gefahr bestehe, dass der Boden weiter absacke.

Zum Bau der Rampe werde die Straße vor der Abbruchstelle über rund 15 Meter abgegraben. "Die Zufahrt wird schräg angelegt", sagte Cordie. Er ging davon aus, dass die Bergung die komplette Woche dauern werde.

 

Zwei Verletzte bei Erdrutsch

Nach Regenfällen war am Montag eine Straße zwischen Kordel und dem Ortsteil Hochmark über eine Länge von rund zehn Meter etwa vier Meter tief eingebrochen. Ein Auto und ein unbeladener Holztransporter, die zu dem Zeitpunkt gerade auf der schmalen Straße fuhren, rutschten an dem Steilhang in den Krater. Die Fahrer (18 und 59) kamen teils schwer verletzt in Krankenhäuser. 

 

Ganzes Dorf abgeschnitten 

Die Strecke zwischen Kordel und dem Ortsteil Hochmark ist bis auf weiteres gesperrt. Um die nun quasi abgeschnittenen rund 40 Bewohner des Ortsteils Hochmark zu versorgen, werde ein Waldweg hergerichtet, sagte der Wehrleiter weiter. Der Weg werde auch von der Feuerwehr genutzt. 

 

Steffanie Meier vom Gasthaus zur Hochmark im Interview

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RPR1.Studio Trier: INTERVIEW - Ein Dorf komplett abgeschottet

 

 

Sanierung kann Monate dauern

Der Wehrleiter ging davon aus, dass es bis zu einem halben Jahr dauern könnte, bis die Straße wieder befahrbar sei. Es müsse möglicherweise eine Stützwand gebaut werden. Die Lücke in der Straße werde mit dem Bau der Rampe noch deutlich größer. "Es läuft auf eine aufwendige Sanierung hinaus", hieß es vom LBM. Zunächst müsse ein Konzept erarbeitet werden. 

Die Idee einer zuvor angedachten Behelfsbrücke an der Unfallstellesei wieder verworfen worden. Die Zufahrt zur Anlieferung des dazu nötigen Materials sei nicht möglich. "Zu eng", sagte Wehrleiter Cordie.

 

Quelle: dpa