Erstes Urteil im Neo-Nazi-Prozess

Gut sechseinhalb Jahre nach Beginn des ersten Verfahrens hat das Landgericht einen 30-Jährigen freigesprochen.

Der Mann hatte nach seiner Verhaftung gut ein halbes Jahr in Untersuchungshaft gesessen, dadurch seinen Job verloren und lebt laut Rhein-Zeitung bis heute von Sozialhilfe.

Die Verteidigung spricht von einem Justizfehler - der Freispruch hätte viel früher erfolgen müssen.

Der Mann war von einem Aussteiger beschuldigt worden, bei einer Demo des rechtsextremen Aktionsbüros Mittelrhein dabei gewesen zu sein.

Eine Mitgliedschaft konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden.

Im mittlerweile dritten Anlauf des Prozesses stehen jetzt noch 12 Angeklagte vor Gericht.

 

Quelle: Rhein-Zeitung; dpa