Eine Million Euro aus Katar für Kinder- und Jugendfußball im Ahrtal und der Eifel

Nach der Flut im vergangenen Sommer ist der Wiederaufbau immer noch in vollem Gange. Eine Spende für die Sportinfrastruktur wäre ein echter Segen. Oder nicht? Wenn der Spender unter der Kritik wegen Menschrechtsverletzungen steht, dann kommt man doch ins Grübeln.

Unterstützung für vielfältige Projekt

Als einer der ersten Vereine bekommt der SV Hönningen zum Beispiel ein neues Kinder- und Jugendspielfeld. Außerdem können mit den Spendengeldern laut Norbert Weise von der Stiftung des Fußballverbands Rheinland (FVR) auch noch weitere Projekte umgesetzt werden. Beispielsweise der Aufbau von Vereinsheimen, Anschaffung von Sportgeräten oder Kindercamps.

 

Bedenken wegen Menschenrechtsverletzung

Bleibt die Frage, ob die Vereine das Geld annehmen. Die Million kommt vom Emirat Katar, dem diesjährigen Fußball-WM-Ausrichter. Katar steht massiv in der Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen. Laut Amnesty International werden die Gastarbeiter, die beispielsweise die WM-Stadien bauen, trotz 7-Tage-Wochen schlecht bis gar nicht bezahlt. Sie wohnen demnach unter unmenschlichen Lebensbedingungen. Seit der WM-Vergabe 2010 sollen bereits rund 15.000 Gastarbeiter gestorben sein.

 

Entscheidung liegt bei Vereinen

Die FVR-Stiftung hat die Sachlage überprüft und entsprechend abgewägt. Sie sind zu dem Entschluss gekommen, dass sie die Spende annehmen werden, da sie für die Vereine sind. Norbert Weiss sagt, dass sie schlecht für die Vereine entscheiden können. Das liege letztlich bei den Vereinen selbst, ob sie die Gelder nehmen oder nicht.

Quelle: Interview von RPR1.Reporterin Sabine Koppers mit Norbert Weiss vom FVR

 

- 00:00

RPR1.Reporterin Sabine Koppers und Norbert Weiss vom FVR

 

Radio online hören mit radio.de