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Trotz mäßiger Temperaturen: Dritter Dürresommer in Folge!

Ganz ohne prägnante Hitzewelle hat sich der Sommer 2020 zum dritten Dürresommer in Folge gemausert, auch wenn viele der Meinung sind, dass der Sommer deutlich weniger warm war als noch im Vorjahr. Dieser Sommer zeigt jedoch ganz deutlich: Auch ohne Hitzewellen ist Trockenheit und Dürre möglich und der August wird dazu noch ordentlich heiß starten.

"Wir stecken im 3. Dürresommer in Folge!"

Der Sommer 2020 war bisher deutlich weniger warm als der Sommer 2019. Viele Menschen sagen, dass der Sommer gefühlt „schlechter“ ist. Sie meinen, es habe viel mehr Regen gegeben. Das ist aber ein drastischer Trugschluss, weiß RPR1.Wetterexperte Dominik Jung. Hitze hat mit Trockenheit recht wenig bis gar nichts zu tun. Nur weil es diesen Sommer keine Hitzewelle gab, heißt das nicht, dass der Sommer zu nass war. Nachfolgende Grafik zeigt die klimatische Wasserbilanz für den Sommer 2020 und die ist wirklich erschreckend. 

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Schockierend: Gefühlt ist der Sommer 2020 vielleicht nicht so herausragend, aber bei der Trockenheit ist er voll da! Die klimatische Wasserbilanz zeigt wie viel Niederschlag seit dem 1. Juni 2020 zu wenig oder zu viel gefallen ist. Quelle: www.dwd.de ​

 

Es fehlt Niederschlag

„Das wird wohl nun viele überraschen. Doch die klimatische Wasserbilanz ist eindeutig. Vom 1. Juni 2020 bis 25. Juli 2020 ist der Sommer in mehr als 80 Prozent vom Bundesgebiet deutlich zu trocken. Es fehlt Niederschlag. Nur wo es blau ist, dort ist der Sommer bisher zu nass. Und das sind maximal 20 Prozent von ganz Deutschland, wenn nicht noch weniger. Es gibt Regionen vom Saarland, über Rheinland-Pfalz, Hessen bis nach Sachsen, Brandenburg und Berlin, wo 100 bis 200 Liter Regen pro Quadratmeter fehlen, vereinzelt sogar bis zu 250 Liter. Das ist wirklich dramatisch viel. Ganz ohne prägnante Hitzewelle hat sich der Sommer 2020 zum dritten Dürresommer in Folge gemausert. Dieser Sommer zeigt ganz deutlich: Auch ohne Hitzewellen ist Trockenheit und Dürre möglich. Für Trockenheit braucht es nämlich keine Hitze, sondern einfach nur keinen Regen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net

 

Sommerliches Juli-Ende - Heißer August-Start

Die Trockenheit geht auch in den kommenden Tagen weiter. In vielen Landesteilen stellt sich diese Woche Sommerwetter ein mit viel Sonne, aber keinem Regen. Allerdings wird es nicht ganz so heiß wie vergangene Woche noch angedacht. Morgen, am Dienstag gibt es im Südosten des Landes bis zu 33 Grad. Topwerte darüber sind aktuell nicht mehr in Sicht. Am Freitag sah es noch so aus, als würde der Dienstag flächendeckend 20 bis 35 Grad bringen. Das ist aktuell kein Thema mehr. Dafür dürfte der Samstag einen sehr heißen Tag bringen und damit einen heißen Start in den August. Regen ist auch da kaum in Sicht!

 

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Montag: 21 bis 33 Grad, vielfach sonnig und trocken, Schauer im Norden

Dienstag: 19 bis 33 Grad, im Norden Schauer, sonst Sommerwetter

Mittwoch: 18 bis 27 Grad, überall etwas kühler, nach Norden Schauer, sonst freundlich

Donnerstag: 20 bis 29 Grad, meist schönes Sommerwetter

Freitag: 22 bis 33 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Samstag: 24 bis 35 Grad, sommerlich warm bis heiß, abends Gewitter

Sonntag: 2 bis 29 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Gewitter und Schauer 

 

„Unterm Strich geht der Normal-Sommer in Sachen Temperaturen weiter. Doch: auch die große Trockenheit setzt sich in diesem Sommer weiter fort“, sagt Wetterexperte Dominik Jung. Nach der Prognose vom europäischen Wetterdienst soll der August 2020 deutlich zu wenig Regen in Deutschland bringen… Das würde die Trockenheit weiter verstärken! 
 

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Der europäische Wetterdienst rechnet im August 2020 in Deutschland und weiten Teilen Europas mit zu wenig Niederschlag. Quelle : ECMWF

 

Quelle: www.wetter.net