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„Schnee-Shuttleservice“: Donnersbergkreis rudert zurück

Nach massiver Kritik an dem angekündigten „Schnee-Shuttleservice“ am Donnersberg hat die Kreisverwaltung nun doch zurückgerudert.

Doch kein Shuttlebus-Service

Die Kreisverwaltung des Donnersbergkreises war seit gestern Nachmittag mit einem massiven Shitstorm im Netz konfrontiert worden. Streitpunkt: Ein „Schnee-Shuttleservice“. Ursprünglich sollte am Wochenende ein Shuttlebus-Service auf den Donnersberg eingerichtet werden – um nach eigener Aussage ein Verkehrschaos in der Schneeregion zu verhindern. Nach massiver Kritik im Netz wird die Kreisverwaltung den Plan nun aber doch nicht umsetzen, wie eine Sprecherin gegenüber RPR1. bestätigte. "Die Kreisverwaltung bedauert, dass das gut gemeinte Angebot eines Shuttleservices auf den Donnersberg anders aufgenommen wurde als es von den an der Entscheidung Beteiligten intendiert war", hieß es in einer Pressemeldung.

 

"Unverständlich!"

Hunderte User hatten die Zweckmäßigkeit eines Shuttlebus-Verkehrs in Corona-Zeiten zuvor in Frage gestellt. Ein Nutzer schrieb: „Generell eine gute und vernünftige Sache um das Verkehrschaos rund um den Donnersberg zu entschärfen...aber in der jetzigen Situation und dem Wissen, welche Einschränkungen ab Montag auf alle zukommen, ist diese Entscheidung nicht wirklich nachvollziehbar...auch ich würde gerne hoch in den Schnee....aber verzichte in dieser Situation darauf“. Eine weitere Userin konnte die Regelung ebenfalls nicht nachvollziehen: „Auf der einen Seite gibt es die 1 Personen Kontaktbeschränkung und hier werden fremde Leute in einem Bus in den Wald gefahren...wo sind hier Abstand und Coronaregeln...unverständlich!

Nun zog die Kreisverwaltung offenbar aufgrund des Shitstorms die Reißleine. Shuttlebusse werden nicht fahren.

In den vergangenen Wochen hatten überfüllte Schnee-Gebiete in Deutschland immer wieder in den Schlagzeilen gestanden. Teilweise musste die Polizei aufgrund von massivem Verkehrschaos in den Winterregionen Straßen sperren. In allen RLP-Hochlagen rät die Polizei aktuell deshalb explizit von einem Besuch ab.

 

Zur Pressemitteilung der Kreisverwaltung