Lebensgefahr nach mutmaßlichem Giftanschlag an der TU Darmstadt

Am Montag, den 23.08., klagten sieben Personen an der Technischen Universität Darmstadt über gesundheitliche Probleme, nachdem sie im Gebäude „L201“ getrunken und gegessen hatten. Ein 30-jähriger Student schwebt in Lebensgefahr. Die Ermittler*innen vor Ort konnten inzwischen die Quelle der Vergiftungen auffinden.

Schadstoffe in Milch und Wasser

„Wir sind erschüttert angesichts der offensichtlichen Straftat, die sich an unserer Universität ereignet hat“, teilte die Präsidentin der TU, Tanja Brühl, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor haben die Ermittler*innen vor Ort mehrere Wasser und Milch-Packungen gefunden, von denen ein beißender Geruch ausgeht. Nach jetzigem Kenntnisstand wurden die Flüssigkeiten zwischen Freitag und Montag (20.08. – 23.08.) mit bislang unbekannten Schadstoffen versetzt. Eine labortechnische Analyse konnte Stoffe nachweisen, die die vorhandenen Symptome hervorrufen können. Eine 40-köpfige Mordkommission ermittelt nun wegen versuchten Mordes.

 

Lebensgefährliche Symptome

Bislang konnten die Einsatzkräfte vor Ort keine Hinweise darauf finden, dass noch weitere Gebäude betroffen sind. Die Polizei warnt jedoch alle Studierenden, die im Gebäude L201 gegessen oder getrunken haben, sich in ärztliche Behandlung zu begeben, sobald Unwohlsein und eine bläuliche Verfärbung der Gliedmaßen auftritt. Im Falle einer aufkommenden Verfärbung wird Betroffenen dazu geraten, sich nicht mehr zu bewegen und den Notarzt zu kontaktieren. Der Zustand eines 30-jährigen Studentens ist weiterhin kritisch. „Ich werde so schnell wie möglich mit ihnen persönlichen Kontakt aufnehmen, sofern es ihr Zustand erlaubt“, versicherte Brühl dahingehend.

 

Quelle: dpa, Polizeipräsidium Südhessen