Fahrer privater RLP-Busunternehmen streiken

Im schier endlosen Tarifstreit des privaten Busgewerbes in Rheinland-Pfalz steht am heutigen Freitag der nächste Streik an.

Diese Regionen trifft es

Die Gewerkschaft Verdi ruft für den Freitag (6. März) zu Streiks privater Busunternehmen in RLP auf, wie sie am Donnerstag in Mainz mitteilte. Betroffen seien vor allem Hunsrück, Westerwald sowie die Regionen um Mainz und Bad Kreuznach, sagte der Landesfachbereichsleiter Verkehr von Verdi in Rheinland-Pfalz, Jürgen Jung.

Gestreikt werden soll mit Schichtbeginn um 3.00 Uhr morgens an den Standorten Mainz, Ingelheim und Bacharach der DB Regio Bus Mitte GmbH sowie bei der Stadtbus Bad Kreuznach GmbH und der Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft in Bernkastel-Kues.

 

Wie sieht es mit Schulbussen aus?

Wer für gewöhnlich mit dem Bus zum Job oder zur Schule fährt, muss morgen mit Behinderungen rechnen. Besonders im Hunsrück droht der Schulbus-Verkehr zusammenzubrechen, weil auch Scherer Reisen bestreikt wird.

Verdi hat daher nach eigenen Angaben Schulen und Elternvertreter informiert.

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Marko Bärschneider, Verdi-Sprecher

 

Keine Einigung seit Monaten

Seit Monaten wird um einen Tarifvertrag für die rund 9000 Beschäftigten gerungen. Nachdem im Nachbarland Hessen im Dezember eine Einigung erzielt worden war, hatte Verdi ein Angebot in vergleichbarer Höhe für Rheinland-Pfalz gefordert und ein Ultimatum bis zum 1. März gestellt. Laut Verdi liegt bisher aber nur ein Angebot vor, das hinter der Einigung in Hessen zurückbleibt. Die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) Rheinland-Pfalz war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Verdi fordert für die Beschäftigten unter anderem eine Durchbezahlung der Dienste, also auch der Pausenzeiten zwischen Fahrten, ein 13. Monatsgehalt, mehr Urlaubsgeld und höhere Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit.

Am 12. März werden im Verkehrsministerium in Mainz alle Akteure an einem Runden Tisch zusammenkommen, also Gewerkschaften, Unternehmen und Verkehrsverbünde. 

 

Quelle: dpa