Corona-Impfzentrum fertiggestellt: So sieht der Ablauf aus!

Bald schon soll auch in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden. Dazu werden aktuell vielerorts Impfzentren vorbereitet. Im Wiesbadener Rhein-Main-Congress-Center ist das Corona-Impfzentrum bereits fertiggestellt. Sobald der Impfstoff des Mainzers Unternehmen BIONTECH zugelassen wir, können hier bis zu 1500 Impfungen täglich durchgeführt werden. So könnte der Ablauf aussehen....

"Riesige logistische Leistung"

Vertreter der Landesregierung, darunter Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, Sozialminister Kai Klose, Innenminister Peter Beuth, Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Wiesbadens Bürgermeister sowie Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz haben am heutigen Montag (07.12.2020) das neu eingerichtete Corona-Impfzentrum im Wiesbadener RheinMain CongressCenter besichtigt und sich über dessen Aufbau informiert. 

Davon beeindruckt, wie hier binnen kürzester Zeit ein professionelles Impfzentrum aufgebaut und die notwendige Infrastruktur für bis zu 1.500 Impfungen pro Tag geschaffen wurde, sprachen die Vetreter der Landesregierung allen Beteiligen auch ihren Dank aus. 

Bouffier betonte: „In Hessen bereiten sich aktuell 28 Zentren auf die größte Impfaktion in der Geschichte unseres Landes vor. Das wird über viele Monate hinweg eine riesige logistische Leistung, und ich danke allen, die dies möglich machen.“ 

 

Zulassungverfahren des Corona-Impfstoffs kurz vor Abschluss

Während Großbritannien bereits den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen hat, laufen aktuell unterschiedliche Verfahren zur Zulassung auch in der EU und somit auch in Deutschland. Ein Abschluss der Zulassungsverfahren sei bereits in Sicht, heißt es bei der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Bund geht derzeit davon aus, dass er ab ca. Ende Dezember 2020 einen ersten Impfstoff bereitstellen kann. Da zumindest zu Beginn noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen wird, müssen die Impfungen stufenweise erfolgen, bezüglich einer Priorisierung wird sich die Hessische Landesregierung in Abstimmung mit dem Bund und den anderen Bundesländern grundsätzlich an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts halten, die derzeit erarbeitet werden. Die Landesregierung plant für den Betrieb der Impfzentren zunächst 150 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

So sieht es im Wiesbadener Impfzentrum aus:

Acht Impfstraßen sind im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden aufgebaut. Diese sollen – sobald der Impfstoff vom Bund zur Verfügung gestellt wird – täglich zwischen 7 Uhr und 22 Uhr betrieben werden. Zu Beginn werden die Bürger/Innen durch einen Temperaturscan geführt. Hat eine Person erhöhte Temperatur, wird sie nicht zum Impfen zugelassen. Der Weg führt für impfbereite Personen weiter zum Empfangsdesk. Von dort aus werden die Menschen einer von acht Impfstraßen zugeteilt.

Hier finden dann nacheinander, falls gewünscht, das ärztliche Aufklärungs- und Beratungsgespräch sowie die eigentliche Impfung statt. Danach stehen Beobachtungsbereiche für die Menschen zur Verfügung. Auch hier kann medizinisches Personal bei Bedarf betreuen. 

 

28 Impfzentren in Hessen

Nach Angaben des Innenministeriums machen sich hessenweit aktuell 28 Zentren für Corona-Massenimpfungen bereit. Außerdem soll es mobile Impfteams geben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass zum
Jahreswechsel mit ersten Corona-Impfungen begonnen werden kann. Priorität hätten Ältere, Patienten mit Vorerkrankungen, Beschäftigte in der Pflege und in Krankenhäusern sowie Menschen, die die öffentliche Ordnung aufrechterhalten.

 

Quelle: dpa

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