Flutkatastrophe in RLP: Dramatische Bilder und Videos der Zerstörung

Schreckliche Bilder der Verwüstung: Die Unwetter haben für verheerende Zustände im Land gesorgt. In der vergangenen Nacht wurde in vielen Regionen von RLP der Katastrophenfall ausgerufen. So ist die aktuelle Lage..

++++ Vermisstenhotline eingerichtet ++++

Inzwischen hat die Polizei eine Hotline für Angehörige eingerichtet, die Personen vermissen. Erreichbar ist die Telefon-Hotlinge unter der 0800-6565651. Desweiteren bittet die Polizei in Koblenz nach Mithilfe der Bewohner*innen des Kreis Ahrweilers, um die Suche nach den Vermissten voranzubringen. Videos oder Fotos, die Hinweise zu den vermissten Personen oder weiteren Todesopfern liefern können, sollen unter https:rlp.hinweisportal.de/ hochgeladen werden. 

 

Hochwasserlage bleibt angespannt! 

Häuser sind eingestürzt, Keller vollgelaufen, Straßen sind unpassierbar: Der Starkregen hat den Norden und Westen von Rheinland-Pfalz schwer getroffen. Mehrere Orte sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Menschen gelten als vermisst. In Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der Todesopfer am Freitagmorgen auf insgesamt 52 erhöht.

In weiten Teilen der Eifel ist die Strom- und Wasserversorgung zusammengebrochen. Besonders betroffen sind der Eifelkreis Bitburg-Prüm, die Vulkaneifel, der Kreis Ahrweiler und der Kreis Trier-Saarburg.

 

 

KREIS AHRWEILER

19 Tote, Häuser eingestürzt

Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit voller Wucht getroffen und innerhalb weniger Stunden zum Einsturz von gleich mehreren Wohnhäusern im Landkreis Ahrweiler geführt. Weitere Häuser seien einsturzgefährdet. In der Nacht auf Donnerstag wurde der Katastrophenfall ausgerufen. 

Der heftige Starkregen hat für eine Vielzahl überschwemmter Straßen und vollgelaufener Keller im gesamten Kreisgebiet gesorgt und vor allem die Pegel der Ahr dramatisch ansteigen lassen. Mindestens 19 Menschen sind im Zusammenhang mit den schweren Unwettern im Raum Neuenahr-Ahrweiler in der Eifel ums Leben gekommen, bestätigte die Polizei. Zudem würden zwischen 50 und 70 Menschen vermisst. 

Aktuell suchen Rettungskräfte in den Trümmern nach Vermissten. Die Rettungseinsätze laufen auf Hochtouren, "sehr viele" Menschen befänden sich auf den Hausdächern.

 

 

Luftaufnahmen aus Schuld zeigen Verwüstung

 

 

 

TRIER-SAARBURG

Kordel evakuiert

Einsatzkräfte haben in der Nacht zu Donnerstag mit dem Hochwasser in der Region Trier gekämpft. Feuerwehren und Rettungsdienste wurden zu 2000 Einsätze rausgeschickt. 

Am Mittwochabend hat der Kreis Trier-Saarburg nach den Überschwemmungen die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. 

Die Kyll, ein Nebenfluss der Mosel hat laut Feuerwehr-Angaben zufolge auch katastrophale Zustände in Kordel (Kreis Trier-Saarburg) ausgelöst. Mit dem Übertreten des Flusses wurde in der Nacht auf Donnerstag mit der Teilevakuierung von Kordel begonnen. 22.000 Personen sind hier aktuell ohne Trinkwasser, da die Trinkwasserpumpe ausgefallen ist. 

In Ehrang musste derweil am Donnerstag auch das Klinikum Mutterhaus und die Seniorenresidenz St. Epter evakuiert werden. Im Klinikum kann durch das steigende Hochwasser eine Explosion nicht ausgeschlossen werden. Im Keller des Gebäudes befindet sich ein Heliumtank, der im Normalfall elektronisch gekühlt wird. Während der Evakuierung konnten alle Patient*innen und Bewohner*innen das Gebäude verlassen. Mithilfe von Hubschraubern sollen die Liegend-Patient*innen nun von den Rettungskräften in andere Trierer Kliniken gebracht werden.

 

 

 

Evakuierung abgeschlossen

 

 

LANDKREIS BERNKASTEL-WITTLICH

Der Starkregen hat auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich zu erheblichen Überschwemmung geführt. Bäche und Flüsse sind übergetreten, Straßen sind überflutet und Keller sind vollgelaufen. Insbesondere betroffen sind weite Teile der Verbandsgemeinde Wittlich und der Stadt Wittlich. Die Feuerwehrwehren und Einsätzkräfte waren die ganze Nacht im Einsatz. Auch die Mosel in Bernkastel-Kues hat Hochwasser und ist über die Ufer getreten.

 

 

 

VULKANEIFEL

Keine Entwarnung im Kreis 

Im Kreis Vulkaneifel wurde am Mittwochabend ebenfalls der Katastrophenfall ausgerufen. Wie Landrätin Julia Gieseking mitteilte sei die Lage sehr ernst. Es gäbe viele überschwemmte Straßen und einige Dörfer, die nicht mehr erreichbar sind. Straßen sind unpassierbar. Die Schulen bleiben im Kreis am Donnerstag geschlossen. Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz. Mittlerweile habe es 700 Einsätze gegeben, mehrere Personen mussten aus Fahrzeugen oder Wohnunge gerettet werden, teilte der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Harald Schmitz mit.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm werden momentan sinkende Wasserpegel gemeldet. Der Katasrophenschutz mahnt dennoch, dass Bürger*innen Nähe zu Gewässern meiden sollen! Dementiert wurden unterdessen, dass die Staumauer in den Gemeinden Wiersdorf, Wißmannsdorf, Brecht, Oberweis und Bettingen zu brechen droht. Diese Falschmeldung wurde vereinzelt verbreitet.