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Nach Hochwasserkatastrophe: Bestattungen schwierig

Vor zwei Wochen zerstörte das Hochwasser im Kreis Ahrweiler die Existenz und das Zuhause unglaublich vieler Menschen. Neben Wohnungen und Geschäften wurden auch Friedhöfe von den Wassermassen dem Erdboden gleichgemacht, was die Bestattung der Flutopfer äußerst schwierig gestaltet.

Trümmer und Schlamm auf Friedhöfen

Das Chaos, das das Hochwasser auf den Friedhofgeländen hinterlassen hat, konnte bislang nicht komplett beseitigt werden. Überall in den Katastrophengebieten sind die Aufräumarbeiten noch im vollen Gange. Der Zustand der Ruhestätten macht es schwierig Tote beizusetzen, wie der Bestatterverband Rheinland-Pfalz erklärte:  «Grabmonumente wurden verschoben, Trümmer und Schlamm konnten zum Teil noch nicht komplett beseitigt werden», sagte Christian Jäger, der als Geschäftsführer die beiden Bestatterverbände Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vertritt. Allerdings sei es in einer solchen Ausnahmesituation kein großes Problem, die Beisetzungsfrist von zehn Tagen zu verlängern.

Die Trümmer und der Unrat auf den Friedhöfen ist allerdings nicht die einzige Herausforderung, die mit der Bestattung der Flutopfer einhergeht: In vielen Fällen bleibt die Frage offen, wo die Verstorbenen überhaupt beerdigt werden können. „Da muss natürlich auf die Angehörigen Rücksicht genommen werden. Es macht ja keinen Sinn, die gestorbenen Menschen in weit entfernten Orten beizusetzen“, sagte Jäger. Außerdem sind auch die Bestattungsunternehmen selbst von der Katastrophe getroffen: Alleine im Kreis Ahrweiler wurden drei Betriebe durch das Hochwasser beschädigt.

 

Quelle: dpa