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Stadt pflanzt Baum mitten auf Fußgänger- und Radweg

Diese Aktion der Stadt Koblenz ist aktuell in aller Munde: Mitten auf einem Fußgänger- und Radweg steht jetzt ein Baum - und der sorgt für mächtig Verwirrung.

Rotahorn auf Radweg

Ein Schildbürgerstreich? Ein Irrtum? Woher kommt der Baum mitten auf dem Radweg?

Spaziergänger und Radfahrer in Koblenz  müssen in den Rheinanlagen derzeit einen großen Bogen um einen jungen Rotahorn machen. Der Baum steht in einem großen viereckigen Erd- und Steinefeld auf dem Weg und wird seitlich von vier Stützen stabilisiert.

Unbekannte hatten bereits ein Schild an dem Baum angebracht (das inzwischen wieder verschwunden ist): "Ist das Kunst oder kann der weg?", prangte darauf.

 

Teil des Sanierungskonzepts der historischen Parkanlage

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sei der Pflanzort Teil des Sanierungskonzepts der historischen Parkanlage am Rhein gewesen. Das habe Stadtsprecher Heiko Breitbarth am Telefon erklärt, in dem Gespräch aber auch zugegeben, man könne sich "grundsätzlich bessere Standorte für Bäume vorstellen".

Früher habe dort eine rund 80 Jahre alte Kastanie gestanden. Beim Einfassen des Weges mit Betonkanten sei einst der Eindruck entstanden, "der Baum stünde im Wege". Nichtsdestotrotz  habe damals zunächst keine Aufregung gegeben. "Erst nachdem wir die erkrankte Kastanie gefällt hatten und eine Nachpflanzung erfolgte, wurde der Standort problematisiert", erläutert Breitbarth.

 

Auch positive Rückmeldungen

"Baumnachpflanzungen an alten Standorten sind uns nicht zuletzt deshalb sehr wichtig, weil, wie man sieht, deren Standorte schnell in Frage gestellt werden", so der Stadtsprecher laut dpa weiter.

Neben all der Kritik und Belustigung, gebe es aber auch positive Rückmeldungen: "Der Baum sorgt unter anderem wohl dafür, dass sich Radfahrer mit reduzierter Geschwindigkeit einem nahe gelegenen Kinderspielplatz nähern. Hier gab es schon häufiger Konflikte wegen rücksichtsloser Fahrweise."

 

Quelle: dpa