Jungbulle mit aufwändiger Aktion aus Bachlauf gerettet

Zu einer extrem aufwendigen Rettungsaktion ist es gestern in Hennef gekommen: Eine Rinderherde war aus einer umzäunten Wiese ausgebüxt. Der Besitzer der Tiere konnte sie nach kurzer Zeit wieder einfangen. Nur ein Bulle blieb verschwunden...

Rettung mittels Stahlseil

Gefunden wurde das Tier schließlich von einem Spaziergänger in einem Bachlauf. Der Bulle war bereits bis zur Hälfte des Oberkörpers im Morast versunken und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Der Spaziergänger alarmierte die Feuerwehr und es kam zu einer sehr aufwendigen Rettungsaktion, da das Tal, durch das der Bach verläuft, nur schwer zugänglich ist.

Zur Rettung des Tieres musste ein Stahlseil einer Seilwinde über das Tal gespannt werden. Das Seil wurde dann von einem Trecker zu einem gegenüberliegenden Baum gelegt und am Stahlseil wurden zwei Rundschlingen fixiert. Parallel zu diesen Arbeiten wurden ca. 20 Strohballen angefordert, zur Verdichtungen des Bodens im Bachlauf.

 

 

Erstmal was essen...

Die Rundschlingen konnten dann an zwei Stellen um den Bullen gelegt, und das Stahlseil samt dem Tier nach oben gezogen werden. Mit einem weiteren Seilzug wurde der Vierbeiner dann zur Seite bewegt, bis es wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Der Bulle überstand die Rettungsaktion unverletzt und begann direkt nach seiner Befreiung schon wieder zu fressen. Insgesamt 16 Feuerwehrleute waren ca. 3,5 Stunden mit der Tierrettung beschäftigt. 

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Hennef