Bundesweiter Aufruf zum Wiederaufbau des Ahrtals an Betriebe

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat zum Wiederaufbau des von der Flutkatastrophe zerstörten Ahrtals einen Aufruf an Handwerker*innen aus ganz Deutschland gerichtet. Der Kraftakt könne nur mit einer bundesweiten Anstrengung gelingen.

Ahrtal wieder zu einer lebenswerten Heimat aufbauen

Die Handwerkskammer Koblenz bringt auf der Plattform "Handwerk baut auf" Betriebe aus ganz Deutschland mit den hilfsbedürftigen Menschen des Ahrtals zusammen. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ünterstützt die HWK mit einem bundesweiten Aufruf an alle Handwerker*innen und fordert sie dazu auf sich beim Wiederaufbau zu beteiligen und ihre Arbeitskraft auf dem Internetportal anzubieten.

Die Betriebe können Zeiträume angeben, in denen sie ihre Leistungen an der Ahr anbieten möchten. "Die unkomplizierte Vermittlung von Hilfsangeboten ist Grundvoraussetzung für einen schnellen Wiederaufbau. Auf der Plattform sollen Betriebe als auch Betroffene möglichst schnell und passgenau Ansprechpartner finden", sagte Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der HWK Koblenz gegenüber dem Wirtschaftsministerium. 

 

Einsatzbereitschaft ist vorbildlich

Wirtschaftsministerin Schmitt lobt die Einsatzbereitschaft der rheinland-pfälzischen Handwerker*innen in dieser Ausnahmesituation. Selbst Unternehmen, die ebenfalls von der Flutkatastrophe betroffen waren, engagierten sich sofort für ihre Heimat und Mitmenschen, sagte sie. "Doch der Wiederaufbau ist ein Kraftakt, der – auch angesichts des Fachkräftemangels – nur mit einer bundesweiten Anstrengung gelingen wird." Aus diesem Grund ruft sie alle Handwerker*innen in Deutschland dazu auf, sich und ihre Arbeitskraft auf dem Portal der Handwerkskammer anzubieten: "Gemeinsam mit Ihnen bauen wir das Ahrtal wieder zu einer lebenswerten Heimat auf." 

 

Gute Nachrichten: Erdgasversorgung schneller wieder hergestellt

Die Erdgasversorgung in Bad Neunahr-Ahrweiler kann voraussichtlich schneller wiederhergestellt werden als ursprünglich angenommen. Schlüssel zum Erfolg ist nach EVM-Angaben der Bau einer provisorischen Hochdruckleitung. Die Stadtteile nördlich der Ahr könnten nach aktuellem Stand im November wieder versorgt werden, südlich der Ahr sogar schon im Oktober.