Tierheime im Katastrophengebiet: Voller Ort für Fluttiere

Die Flutkatastrophe, die den Norden und Westen von Rheinland-Pfalz ins Chaos gestützt hat, hat nicht nur für die Bewohner*innen vor Ort riesige Ausmaße. Auch Tiere sind von der Flut betroffen und landen in besonders vollen Tierheimen.

Zuordnung schwierig

Die Menge an Tieren, die innerhalb kürzester Zeit aufgenommen werden müssen sind nicht die einzige Herausforderung für die Mitarbeiter*innen der Tierheime, wie Claus Krah, der Vorsitzende des Tierschutzvereins Kreis Ahrweiler, berichtet: „Wenn die dann nicht gechippt sind und der Besitzer nicht registriert ist, dann ist es schwierig das zuzuordnen. Das ist im Nachhinein eine Arbeit, die wir machen müssen. Da können wir feststellen, wenn der Besitzer sich meldet, zum Beispiel für einen Hund, dann wissen wir Altenahr in dem Gebiet wohnt der: Fluttier.“

 

Pflegestelle auf Zeit

Zu den Fundtieren gesellen sich dann noch Tiere, von Besitzer*innen, die momentan keine Wohnung haben und die Tiere deswegen für eine begrenzte Zeit abgeben müssen. Sobald die Tierhalter*innen sich wieder um ihre Tiere kümmern können, werden die Vierbeiner dann wieder aus den Pflegestellen übergeben – wobei der Begriff Vierbeiner den verschiedenen Tieren nur bedingt gerecht wird, wie Kahr beschreibt: „Wir hatten auch Ringelboas, wir hatten eine Vogelspinne, wir haben eine Anakonda, wir hatten eine Bartagame und ganz lustige Tiere. Also ich habe zu meiner Frau eigentlich gesagt: Da weißt du doch mal, was in deutschen Wohnzimmern alles so gehalten wird.“

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Tierheime im Katastrophengebiet