Eltern besorgten Impfstoff: Schülerschaft an Gymnasium geimpft

Rund 150 Schüler*innen werden heute erstmals am Mainzer Gymnasium Theresianum geimpft. Dabei handelt es sich um eine privat-organisierte Aktion von Ärzt*innen aus der Elternschaft, die den Impfstoff bestellt hatten.

Eltern beschaffen Impfstoff

Seit diesem Montag ist die Priorisierung bei Corona-Impfungen deutschlandweit aufgehoben. Nun kann sich theoretisch jeder ab 16 Jahre, der geimpft werden möchte, für einen Termin registrieren. Die Aufhebung der Impfreihenfolge haben vier Ärzt*innen aus der Elternschaft des Mainzer Gynasiums Theresianum genutzt und sich für die Impfung der Schulkinder über 16 Jahre stark gemacht. Zusammen mit weiteren niedergelassenen Hausärzt*innen haben sie das Vakzin von Biontech bestellt und werden es auch verimpfen, so die Allgemeine Zeitung. Die Aktion sei laut der Schulleitung am Sonntagabend bei einem digitalen Elternabend vorab besprochen worden, teilte die Zeitung weiter mit. 

Die Schüler*innen, die am heutigen Dienstag geimpft werden sind alle 16 Jahre oder älter und werden mit dem Biontech-Impfstoff geimpft. In der Sporthalle der Schule wurde am Montag eine Impfstraße mit Umkleidekabinen eingerichtet, die von zwei Seiten begehbar sind. Die Schüler*innen bekommen in den jeweiligen Kabinen das Vakzin verabreicht und verbleiben dann noch 15 Minuten zur Beobachtung in der Sporthalle, erklärte Nils Radtke, Lehrer und Mitglied der Schulleitung auf Anfrage der Allgemeinen Zeitung. 

Impfaktion am Mainzer Gymnasium Theresianum

 

 

Schürt die Aktion "Impfneid"?

Mit der Aufhebung der Impfreihenfolge hat nun jeder ab 16 Jahre die Möglichkeit sich zu registrieren - ob in der Arztpraxis oder im Impfzentrum. Die neu registrierten Menschen würden zeitlich später eingeordnet werden, denn immer noch warten etwa 200.000 Menschen aus der Priorisierungsgruppe 2 und 3 auf ihren ersten Pieks. Auch das wurde im Schulelternbeirat des Mainzer Gymnasiums diskutiert. Es stand die Frage im Raum, ob man die Schüler*innen jetzt impfen oder doch noch warten sollte. Letzten Endes hat sich die Schulleitung für die privat-organisierte Impfaktion entschieden, da man damit versuchen wolle, eine Herdenimmunität zu schaffen. "Zum anderen nehmen wir niemandem aus Prio 3 den Impfstoff weg, denn dieser ist genau eben zum Zweck der Impfung [...] auf dem ganz normalen, offiziellen Weg bestellt worden. Wir haben keinesfalls einen direkten Draht zu Biontech", teilte die Schulleitung gegenüber der Allgemeinen Zeitung mit. 

 

Quelle: RPR1.Redaktion Mainz, Allgemeine Zeitung