Wacken rüstet sich: Neustart für das Heavy-Metal-Festival

Erstmals seit 2019 werden ab 4. August wieder 75.000 Metal-Fans im beschaulichen Wacken erwartet. Größen wie Judas Priest, Slipknot und In Extremo werden erwartet. Erstmals ist auch die Kölner Band Höhner dabei.

Wacken ist zurück!

Diese Woche wird Wacken in Schleswig-Holstein wieder zum Mittelpunkt der Metalwelt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Festival 2020 und 2021 nicht stattfinden. Daher ist die Vorfreude auf das Wacken Open Air vom 4. Bis 6. August umso größer. Mitbegründer Thomas Jensen sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass er die spezielle Stimmung sehr vermisst haben.

 

Start mit Avantasia und Epica

Offiziell geht es traditionell am Donnerstag los. Doch bereits am Mittwoch werden die Lautsprecher aufgedreht. Beim sogenannten Wacken-Wednesday geht es auf der drittgrößten Bühne unter anderem mit Avantasia und Epica zur Sache. Für diese Bühne wurden Extra-Karten an Festival-Besucher verkauft. „Kommendes Jahr werden wir den Mittwoch als offiziellen Festivaltag mit einbeziehen“, sagte Jensen.

Das Event ist offiziell schon seit langem ausverkauft. Es gibt aber eine Börse zum Weiterverkauf von Tickets. „Es wird langsam knapp, aber es werden noch Tickets über die Ticketbörse vermittelt“, teilte Jensen mit.

 

Emotion pur

Jensen kann den Festivalbeginn kaum erwarten: „Das werden bei mir beim ersten Konzert Emotionen sein, die man nicht beschreiben kann.“ Wenn die Regler aufgedreht werden, passiere etwas in der Magengrube. „Und das wir dieses Jahr noch um ein Vielfaches stärker sein.“

 

Auf der Bühne dieses Jahr: Judas Priest, Slipknot - und die Höhner

Am Donnerstag werden dann die beiden Hauptbühnen bespielt. Laut Veranstaltern wollen 200 Bands auftreten. Headliner sind Judas Priest. Unter anderem sind auch Slipknot, Powerwolf, Hämatom, In Extremo, Lordi, Slime, Venom und erstmals die Kölner Band Höhner.

Wegen medizinischer Untersuchungen, denen sich Sänger Fred Durst unterziehen muss, haben Limp Bizkit ihren Auftritt abgesagt. Auch Rammstein-Sänger Till Lindemann sagte ab. Er wollte eigentlich mit einem Solo-Projekt in Wacken auftreten, ist aber derzeit mit Rammstein auf Europa-Tour.

 

Metal-Fans sind nicht auf Krawall aus

Die Polizei rechnet wieder mit einem friedlichen Verlauf des Festivals. „Wir wissen aus Erfahrung, dass die Metal-Fans nicht auf Krawall aus sind, sondern eine gute Zeit in Wacken haben wollen“, sage Polizeisprecherin Astrid Heidorn. „Wir rechnen deshalb nicht damit, dass es unfriedlicher wird als bisher.“ Die Polizisten freuten sich auf diesen Einsatz. „Für die Metalfans ist das ein Highlight. Dort fährt keiner hin, der Frust ausleben will.“

 

Quelle: dpa/André Klohn

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