Die deutschen Handballerinnen haben mit einem Sieg gegen Slowenien vorzeitig das EM-Ticket gelöst.
Marco Wolf/dpa
Die deutschen Handballerinnen haben mit einem Sieg gegen Slowenien vorzeitig das EM-Ticket gelöst.
EM-Qualifikation

«Toller Moment»: Handballerinnen lösen EM-Ticket

Die deutschen Handballerinnen haben die Qualifikation für die Europameisterschaft vorzeitig perfekt gemacht. Der Sieg gegen Slowenien gerät nie in Gefahr.

Deutschlands Handballerinnen ließen sich nach ihrem Gala-Auftritt gegen Slowenien von den begeisterten Fans für das vorzeitig gelöste EM-Ticket feiern. Beim souveränen 33:18 (18:8)-Sieg vor 3.791 Zuschauern im ausverkauften Heidelberger SNP Dome sorgte der WM-Zweite mit einer überzeugenden Vorstellung für Party-Stimmung auf den Rängen und kann nun in Ruhe für die Endrunde planen.

«Das ist ein toller Moment. Es war ein schöner und würdiger Rahmen für das erste Heimspiel nach WM-Silber», lobte Bundestrainer Markus Gaugisch erst das Publikum und dann auch seine Schützlinge: «Ich bin natürlich zufrieden. Es macht einfach Bock mit dieser Mannschaft. Alle haben Spaß an dem, was wir machen.» 

Beste deutsche Werferinnen beim ungefährdeten Start-Ziel-Sieg waren Kapitänin Antje Döll und Nina Engel mit jeweils fünf Toren. Vor den abschließenden Qualifikationsspielen am 8. April in Nordmazedonien und 12. April in Hamm gegen Belgien führt das DHB-Team die Gruppe 3 mit 8:0 Punkten uneinholbar an. Die EM steigt vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei.

Jubiläum für Rückraum-Ass Vogel 

Das deutsche Team legte einen perfekten Start hin, den Jubilarin Emily Vogel in ihrem 150. Länderspiel mit dem ersten Treffer einleitete. «Ich trage den Adler voller Stolz auf der Brust und bin nach wie vor happy, dieses Trikot anzuhaben», sagte die 27-Jährige vor dem Anpfiff. 

Nach einem schnellen 3:0 (4. Minute) war Deutschland Mitte der ersten Halbzeit beim 12:3 bereits auf neun Tore enteilt. Vor allem Engel, die im Sommer vom Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach nach Rumänien zu CS Gloria Bistrita wechselt, zeichnete sich als sichere Vollstreckerin aus dem Rückraum aus.

«Es fühlt sich natürlich gut an, nach der WM vor so einem Publikum solch ein Spiel zu machen», sagte die 22-Jährige und kündigte an: «Wir können jetzt schon ein bisschen feiern, deshalb genießen wir den restlichen Abend.» 

DHB-Auswahl ungefährdet

Schon zur Pause war die Partie angesichts eines Zehn-Tore-Polsters entschieden. «Wir wollten zeigen, dass das WM-Fieber noch in uns steckt. Das ist uns bestens gelungen», stellte Döll fest. Auch Sportvorstand Ingo Meckes war mit dem schwungvollen Auftritt zufrieden: «Das war sehr souverän und genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.»

Und das, obwohl Gaugisch einige Stammspielerinnen über weite Strecken der einseitigen Partie schonte. «Wir müssen schauen, wie wir die Belastungen verteilen und jungen Spielerinnen den ersten Step ermöglichen», begründete der Bundestrainer die Maßnahme.

Auch eine kurze Schwächephase nach Wiederbeginn, als die Sloweninnen mit einem 4:1-Lauf etwas verkürzen konnten, brachte den WM-Zweiten nicht aus dem Rhythmus. In der Schlussphase zog der Favorit das Tempo noch einmal an und am Ende sogar auf 15 Tore davon. «Wir sind glücklich, nach der Heim-WM so zurückgekommen zu sein», sagte Linksaußen Alexia Hauf.

Von Eric Dobias, dpa
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