Barcelona Frauen feiern ihren Champions-League-Erfolg in Oslo.
Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
Barcelona Frauen feiern ihren Champions-League-Erfolg in Oslo.
Finale in Oslo

Pajor und Paralluelo: Barcelona gewinnt Champions League

DFB-Auswahlspielerin Jule Brand gehört zu den traurigen Verlierern in einem packenden Königsklassen-Finale. Lyon verlangt den Barça-Frauen lange alles ab.

Die Fußballerinnen des FC Barcelona haben im Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon triumphiert. Das Starensemble setzte sich in einem hochklassigen und abwechslungsreichen Spiel in Oslo mit 4:0 (0:0) durch gegen die Französinnen, bei denen die deutsche Nationalspielerin Jule Brand auflief. 

Für jeweils zwei Tore sorgten die Ex-Wolfsburgerin Ewa Pajor (55. und 69. Minute), die in ihrem sechsten Endspiel erstmals den Titel gewann, und Salma Paralluelo (90./90.+3). 

Die Spanierinnen bejubelten ihren vierten Finalerfolg nach 2021, 2023 und 2024. Lyon bleibt Rekordsieger mit acht Triumphen. Das Team um die Weltfußballerinnen Alexia Putellas und Aitana Bonmatí zeigte sich im Finale sehr effektiv und durfte sich bei der herausragenden Torfrau Cata Coll bedanken. 

Lyon jubelt früh - zu früh

Die Französinnen hatten bereits in der 14. Minute gejubelt. Nach einem Freistoß war Lyons 1,97 Meter große Abwehrchefin Wendie Ranard frei zum Kopfball gekommen. Barça-Torhüterin Coll wehrte den Ball zwar noch ab, doch Lindsey Heaps staubte zum 1:0 ab. Nach einer VAR-Überprüfung wurde der Treffer jedoch aberkannt, da die US-Nationalspielerin knapp im Abseits stand. 

Das Team von Olympique setzte dem Favoriten mächtig zu. Kurz vor der Pause musste sich Barcelonas Nationalkeeperin nach einem Freistoß-Schlenzer von Selma Bacha mächtig strecken. Bei den Spanierinnen saß Weltfußballerin Aitana Bonmatí wie zuletzt nach ihrem Comeback nach Wadenbeinbruch zunächst nur auf der Bank, kam aber nach gut 70 Minuten. 

Nach einer knappen halben Stunde initiierte Brand einen Angriff. Alexia blockte in höchster Not gegen Norwegen-Star Ada Hegerberg. In der Folgeszene jagte Brand den Ball aus spitzem Winkel über die Latte. Die 23 Jahre alte Pfälzerin stand schon 2023 mit dem VfL Wolfsburg im Königsklassen-Finale gegen Barcelona (2:3), saß dabei aber nur auf der Bank.

Pajors Tore Nummer zehn und elf

Das Jahr darauf hatte Barcelona im Endspiel gegen Lyon triumphiert, unterlag dann aber 2025 überraschend dem FC Arsenal. Diese Saison setzte sich der Spitzenclub aus dem Land der Weltmeisterinnen im Halbfinale gegen den FC Bayern durch, Lyon gegen Arsenal. 

In Oslo gelang Pajor mit einem Flachschuss das 1:0. Dann legte sie aus kurzer Entfernung zum 2:0 nach - es waren der zehnte und elfte Treffer der 29 Jahre alten Toptorjägerin in dieser Königsklassen-Saison. Tabitha Chawinga vergab noch die Riesenchance zum Anschlusstreffer, ehe Paralluelo alles klarmachte.

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