Neuer weist Schuld an Ecuadors Siegtreffer zurück
Die Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB-Tor hat für viel Aufregung gesorgt. Bei der WM läuft es nicht rund für den Rekordtorwart. Eine entscheidende Situation gegen Ecuador wird heiß diskutiert.
Die Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB-Tor hat für viel Aufregung gesorgt. Bei der WM läuft es nicht rund für den Rekordtorwart. Eine entscheidende Situation gegen Ecuador wird heiß diskutiert.
Manuel Neuer hat die Frage nach einem Torwartfehler beim Siegtreffer Ecuadors gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft energisch verneint. «Auf gar keinen Fall», schloss der Rekordschlussmann seine ausführliche Erklärung zur Ursache und zum Ablauf der fatalen Situation in der 77. Minute, als Gonzalo Plata den Ball über seine fangbereiten Arme zum entscheidenden 2:1 für die der Südamerikaner ins Tor schoss.
Neuer wirkte bei der Fragerunde im WM-Finalstadion von East Rutherford klar in seiner Meinung. «Jeder Torwart, der schon einmal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen muss. Das ist wie, wenn ein Spieler zum Ball geht, und der eine, der kommt halt eine Fußspitze vor dem anderen dran. Ich schaue natürlich auf die Verlängerung, auf das, was vorn passiert», erläuterte der 40-Jährige.
Kritische Fragen zum zweiten Gegentor
Für Neuer war es im dritten Spiel der XXL-WM bei seinem Comeback bereits der vierte Gegentreffer. Obwohl es das erste Tor war, bei dem er eine zumindest unglückliche Figur abgab, wurden nach der Niederlage im letzten Gruppenspiel kritische Fragen zum bisherigen Turnierauftritt gestellt.
Neuer war zwei Jahre nach seinem DFB-Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann ins Nationalteam zurückgeholt worden. Die bisherige Nummer eins, Oliver Baumann, muss sich mit der Reservistenrolle zufriedengeben.
Da Neuer seit Mitte Mai an einer muskulären Verhärtung in der Wade laborierte und die letzten beiden WM-Tests verpasst hatte, war lange über die Fitness des Torwarts diskutiert worden. Für den WM-Auftakt gegen Curaçao meldete er sich dann aber einsatzbereit, blieb beim 7:1 aber ebenso wie beim folgenden 2:1 und jetzt gegen Ecuador nicht ohne Gegentor.
Von Nagelsmann und seinen Kollegen wurde Neuer trotz der mäßigen Leistung in seinem 127. Länderspiel und 22. WM-Spiel in Schutz genommen. «Es ist wieder extrem ärgerlich für Manu, dass er so die Winner-Aktion leider noch nicht hatte. Die Abschlüsse waren alle eklig», sagte der Bundestrainer.
Kimmich reagiert überrascht
«Am Ende sind wir alle in der Box und können vielleicht einen Schritt schneller reagieren. Man muss das Tor nicht überbewerten», sagte Abwehrchef Jonathan Tah, der sich in der Situation wie Neuer überrumpeln ließ. Joshua Kimmich reagierte sogar überrascht über die Nachfrage zu Neuers Leistung. «Ja, ich fand, der hat doch noch ein, zwei ganz ordentlich gehalten», sagte der DFB-Kapitän über seinen Münchner Teamkollegen.
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