«Er hat die Gabe, wichtige Tore zu machen. Er macht ständig Druck, versteht das Spiel durch seinen hohen Fußball-IQ sehr gut. Er setzt sein Gehirn ein», schwärmte Clublegende Thierry Henry in der «Sport Bild».
Erfolgsarchitekt Arteta
Für Arsenal wäre der Titel historisch. Einmal stand der Club bislang im Finale der Königsklasse – 2006 beim 1:2 gegen den FC Barcelona, als DFB-Torwart Jens Lehmann nach 18 Minuten Rot kassierte. Jetzt bietet sich gegen PSG die vielleicht größte Chance der Vereinsgeschichte. «Die Mannschaft hat die Chance, als die Unvergesslichen in die Geschichte einzugehen», heizte Henry die Stimmung an.
Zu den Architekten des Erfolgs gehört zweifelsfrei Trainer Mikel Arteta, der den Club seit seinem Amtsantritt 2019 wieder zu einer Spitzenmannschaft geformt hat. «Er hat den Verein komplett auf links gekrempelt, sehr, sehr viel verändert ins Positive. Seit Tag eins hat er an uns geglaubt und uns besser gemacht», lobte Havertz den 44 Jahre alten Spanier.
Havertz mit Anlaufschwierigkeiten
Als der deutsche WM-Fahrer im Sommer 2023 vom FC Chelsea zu Arsenal wechselte, hielt sich die Begeisterung der Fans in Grenzen. Auch wegen der hohen Ablösesumme von kolportierten 70 Millionen Euro, die Havertz zunächst nicht mit Leistung zurückzahlen konnte. Vielen galt er als zu unauffällig, zu verspielt, nicht robust genug für den englischen Fußball.
Doch unter Arteta entwickelte sich der Offensivspieler zu einem wichtigen Baustein der Meistermannschaft und spielte sich in die Herzen vieler Arsenal-Fans. Der DFB-Star, der in den vergangenen Jahren schwere Operationen mit langen Reha-Phasen über sich ergehen lassen musste, steht seit Januar wieder regelmäßig auf dem Platz.
«Kai ist ein Spieler, der uns so viel Vielseitigkeit und Gefahr aus verschiedenen Positionen heraus bietet, weil er ein einzigartiger Spieler ist, was die Positionen angeht, die er besetzen kann, und die Art und Weise, wie er mit anderen Spielern zusammenarbeitet. Ich liebe ihn», lobte Arteta schon im Vorjahr. Ein Tor an diesem Samstag dürfte diese Liebe weiter befeuern.
Von Jordan Raza, dpa
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