71:61 gegen Bayern: Alba vertagt Meisterschafts-Entscheidung
Der Titelverteidiger aus München war schon auf dem Weg zum Meisterschafts-Hattrick. Doch Alba zeigte einmal mehr Comeback-Qualitäten.
Der Titelverteidiger aus München war schon auf dem Weg zum Meisterschafts-Hattrick. Doch Alba zeigte einmal mehr Comeback-Qualitäten.
Alba Berlin hat die Meisterschaftsentscheidung in der Basketball-Bundesliga auf das fünfte und letzte Spiel vertagt. Die Berliner bezwangen im vierten Spiel Titelverteidiger Bayern München mit 71:61 (42:45), sodass es 2:2 steht. Vor 8.899 Zuschauern zeigten die Berliner eine starke Aufholjagd. Das entscheidende Finale wird am Sonntag (16:30 Uhr/Dyn) in München gespielt.
In der ausverkauften Max-Schmeling-Halle sammelte Justin Bean mit 17 Punkten die meisten Berliner Zähler. Bei den Münchnern zielte Nenad Dimitrijevic mit 14 Zählern am besten.
Beide Mannschaften begannen in der auch von den Außentemperaturen aufgeheizten Halle recht wild, sodass viele freie Würfe unter den Augen der Nationalspieler Franz Wagner und Maodo Lo nicht den Weg in den Korb fanden. Ein Highlight setzte Andreas Obst, der knapp hinter der Mittellinie einen Dreier zur 18:16-Führung versenkte. Doch konnte sich keine Mannschaft deutlich absetzen, die Gastgeber entschieden das erste Viertel mit 26:23 für sich.
Bayern setzt sich kurzzeitig ab
Lediglich vier Punkte betrug im ersten Abschnitt der Vorsprung einer Mannschaft bis zum 33:29 für Alba nach 13 Minuten. Doch nach einem 11:0-Lauf hatten die Gäste nach 18 Minuten einen 42:35-Vorsprung herausgespielt.
Alba erholte sich, holte bis zur Halbzeit auf drei Zähler Rückstand auf. «Wir müssen den Druck intensiver aufbauen», sagte der Berliner Justin Bean zur Halbzeit beim Bezahlsender Dyn. «Es muss über die Defense kommen, 45 Punkte sind zu viel.»
Der Kräfteverschleiß der langen Saison machte sich nach Wiederanpfiff bemerkbar. Viele Fouls prägten die Begegnung, die meisten Würfe aus der Distanz gingen daneben. Nach 24 Minuten hatte Bayern lediglich drei Punkte erzielt und zog danach fix auf 52:42 davon. Alba erzielte durch Michael Rataj erst nach viereinhalb Minuten die ersten Punkte im zweiten Spielabschnitt.
Furioser letzter Spielabschnitt
Doch dann kamen die Berliner in Fahrt und starteten eine furiose Aufholjagd. Sie gingen kurz vor dem Ende des dritten Viertels dank eines Dreiers mit 55:54 in Führung - und Malte Delow gelang sogar noch vor der Sirene ein weiterer Dreier zum 58:54.
Hatte Alba den Beginn des dritten Viertels verschlafen, so benötigte Bayern im Schlussabschnitt fünf Minuten bis zu den ersten Punkten. Alba hatte in der Zeit den Vorsprung auf 68:54 nach knapp 35 Minuten ausgebaut und nicht nur den ehemaligen Alba-Spieler Wagner von den Sitzen gerissen.
Mit zwölf Zählern Vorsprung gingen die Berliner in die letzten drei Minuten. Doch weder Bayern, die lediglich 16 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielten, noch die Berliner konnten anschließend ihre Chancen nutzen, sodass es weiter mit einer 70:58-Führung für Alba in die letzten 110 Sekunden ging. Pesic ließ dabei seinen Topscorer auf der Bank und schien ihn schon für Sonntag zu schonen.
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