Wohl wärmster Sommer in Rheinland-Pfalz seit Aufzeichnung
Heißer, heißer, 2026? Der Sommer in Rheinland-Pfalz war voller Rekorde. Mit teils fatalen Folgen.
Heißer, heißer, 2026? Der Sommer in Rheinland-Pfalz war voller Rekorde. Mit teils fatalen Folgen.
Der diesjährige Sommer ist voraussichtlich der wärmste, der in Rheinland-Pfalz jemals offiziell gemessen wurde. Das Land steuere im Sommer 2026 auf einen neuen Wärmerekord zu, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach einer vorläufigen Auswertung mit.
Im diesjährigen Sommer lag die Temperatur in Rheinland-Pfalz im Schnitt bei 20,6 Grad - und damit mehr als vier Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 von 16,3 Grad. Es habe etwa 32 heiße und zehn sehr heiße Tage gegeben, das seien mehr als in jedem Sommer zuvor. Von heißen Tagen spricht der Wetterdienst ab 30 Grad, von sehr heißen ab 35 Grad. Den Temperaturgipfel markierten demnach Andernach und Trier-Zewen am 27. Juni mit jeweils 41,1 Grad – neuer Landesrekord.
828 Sonnenstunden
Zudem waren die vergangenen drei Monate laut Auswertung zu trocken. Mit rund 120 Litern pro Quadratmeter fielen laut Wetterdienst nur 55 Prozent des üblichen Sommerniederschlags - in der Referenzperiode waren es 218 Liter pro Quadratmeter.
Die Sonne hingegen habe insgesamt 828 Stunden geschienen. Das seien etwa 39 Prozent mehr als das Soll hieß es. Voraussichtlich sei das der zweithöchste Wert seit 1951.
Etwa 2.000 Hitzetote
In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Rheinland-Pfalz bereits rund 2.000 Menschen an der Hitze gestorben. Die Zahl umfasst die Sterbefälle bis zum 16. August, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht hervorgeht. Die bisher geschätzten 1.960 Hitzetoten seien deutlich mehr, als seit 2016 in jedem einzelnen Gesamtjahr an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben seien.
Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es bisher 2018 - damals waren es im gesamten Jahr in Rheinland-Pfalz etwa 620. Im laufenden Jahr kommen 47,6 hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner - das ist der bundesweit zweithöchste Wert nach dem Saarland. Im vergangenen Jahr betrug der Wert in Rheinland-Pfalz 6,1.
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