Sicherheitsbehörden warnen vor Anwerbeversuchen auf Social Media. (Symbolbild)
Philip Dulian/dpa
Sicherheitsbehörden warnen vor Anwerbeversuchen auf Social Media. (Symbolbild)
Innere Sicherheit

Warnung vor Anwerben für Spionage über Social Media

Die innere Sicherheit könne bereits durch einfache Foto- und Videoaufnahmen gefährdet werden, warnen die Sicherheitsbehörden. Der Verfassungsschutz bietet Hilfe an.

Die Sicherheitsbehörden in Rheinland-Pfalz warnen vor gezielten Anwerbeversuchen für Spionage und Sabotage über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste. Die Aufträge reichten vom einfachen Auskundschaften mit Foto- und Videoaufnahmen über Sachbeschädigungen und Drohnenüberflüge bis hin zu Brandstiftungen, erklärte Innenminister Michael Ebling (SPD) in Mainz. Kritische Infrastrukturen, militärische Standorte und Unternehmen der Rüstungsindustrie ständen dabei im Fokus.

«Sogenannte Low-Level-Agenten sind kein Randphänomen, sondern Teil gezielter Strategien fremder Staaten, um unsere Infrastruktur auszuspähen oder zu sabotieren», erklärte der Innenminister. «Wer sich dafür anwerben lässt, ob bewusst oder unbewusst, wird zum Werkzeug gegen die Sicherheit unseres Landes.» Auch die Standorte bedeutender militärischer Liegenschaften, kritischer Infrastrukturen sowie von Wirtschaftsunternehmen in Rheinland-Pfalz könnten dadurch in das Visier fremder Staaten geraten.

Kontakt zum Verfassungsschutz

Diese Methode werde aktuell vor allem mit Russland in Verbindung gebracht, berichtete Ebling. «Low-Level-Agenten» und dabei vor allem junge Menschen würden häufig mit der Aussicht auf schnelle finanzielle Entlohnung rekrutiert. «Den Betroffenen ist dabei oft nicht bewusst, im Auftrag und Interesse eines anderen Staates zu handeln.» Teilweise werde im Netz auch aktiv für entsprechende Sabotagetätigkeiten geworben, so dass Kontakt auch auf eigene Initiative aufgenommen werden könne.

Der Verfassungsschutz in Rheinland-Pfalz kann unter der Telefonnummer 06131 16-3773 sowie per Mail unter SPOCHybrid@mdi.rlp.de für Hinweise und Fragen kontaktiert werden. Informationen zur Kampagne der Sicherheitsbehörden sind nach Angaben des Innenministeriums unter https://www.bka.de/DE/Landingpages/LLA/lla_node.html abrufbar.

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