Vom Grillfest zur Politik – Klöckner über ihren Weg ins Amt
Julia Klöckner erzählt beim Katholikentag, wie Grillfeste der Jungen Union sie zur Politik führten – und was für sie Gemeinschaft bedeutet.
Julia Klöckner erzählt beim Katholikentag, wie Grillfeste der Jungen Union sie zur Politik führten – und was für sie Gemeinschaft bedeutet.
Die Grillfeste der Jungen Union in ihrer rheinland-pfälzischen Heimat haben Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zur Politik gebracht. «Ich muss es erstmal so banal sagen, aber es wurde dann unterfüttert», sagte sie auf einer Bühne beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg auf eine entsprechende Frage des Generalsekretärs des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Marc Frings.
«Es ist das Thema Gemeinschaft. Trifft man auf Gleichgesinnte, hat man etwas, was man teilt, wofür man kämpft. Und dann auch beieinander sitzt», erzählte Klöckner. Schließlich habe sie Politikwissenschaft studiert, Theologie und Pädagogik.
Sie sei froh, zur Politik gekommen zu sein, als soziale Medien noch in den Kinderschuhen steckten. Wer heute als Politiker starte, müsse von jetzt auf gleich mit Hass und Hetze umgehen. «Es gibt schon Kollegen, die haben schusssichere Fenster daheim. Weil es eben Drohungen gibt», sagte Klöckner. «Jede Drohung, egal von welcher Seite sie kommt, ist nicht zu akzeptieren.»
Seit März 2025 Bundestagspräsidentin
Klöckner wurde im März 2025 zur Bundestagspräsidentin gewählt. Sie ist die vierte Frau an der Spitze des Parlaments. Von 2018 bis 2021 war sie unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Bundeslandwirtschaftsministerin, von 2021 bis 2025 dann wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. 2022 wurde sie Bundesschatzmeisterin der CDU, davor war sie zehn Jahre lang stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei. Bei den Landtagswahlen 2011 und 2016 in Rheinland-Pfalz versuchte sie als CDU-Landesvorsitzende vergeblich, Ministerpräsidentin zu werden.
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