Verdi ruft zu Warnstreik im saarländischen Nahverkehr auf
Am Donnerstag wird der öffentliche Nahverkehr im Saarland bestreikt. Fahrgäste müssen sich auf ganztägige Ausfälle einstellen – ohne Aussicht auf Ersatzbusse.
Am Donnerstag wird der öffentliche Nahverkehr im Saarland bestreikt. Fahrgäste müssen sich auf ganztägige Ausfälle einstellen – ohne Aussicht auf Ersatzbusse.
Wer am Donnerstag im Saarland mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein will, muss sich auf Ausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Am Freitag soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.
Alle Busverbindungen der insgesamt 40 Saarbahn-Linien fallen aus, wie die Saarbahn mitteilte. Auch die Saarbahn-Linie S1 fährt nicht, da die Betriebssteuerzentrale bestreikt wird. Ersatzbusse gebe es nicht, erklärte eine Sprecherin. Lediglich einige private Busverkehrsunternehmen seien im Einsatz.
Von 3.00 Uhr bis zur letzten Schicht
Der Warnstreik im kommunalen Nahverkehr des Saarlandes beginnt laut Verdi am Donnerstag um 3.00 Uhr und dauert bis zum Ende der letzten Schicht. Zum Warnstreik aufgerufen sind neben der Saarbahn die Neunkircher Verkehrs GmbH und deren Fahrzeugservice, die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis, die Völklinger Verkehrsbetriebe sowie der Verkehrsbetriebe Merzig-Wadern.
Hintergrund ist der aus Sicht von Verdi unzureichende Verlauf der jüngsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt. «Die Kolleginnen und Kollegen im kommunalen Nahverkehr halten mit ihrer täglichen Arbeit das öffentliche Leben im Saarland am Laufen. Wer in einer solchen Situation zentrale Verbesserungen der Arbeitsbedingungen weiter verweigert, gefährdet die Zukunftsfähigkeit des ÖPNV», erklärte Gewerkschaftssekretär Janosch Fegert. Am Streiktag wollen Vertreterinnen und Vertreter aus den Betrieben über die nächsten Schritte im Tarifkonflikt beraten.
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