Urteil im Fall getöteter Zweijähriger wird erwartet
Nach dem Tod eines kleinen Jungen prüft das Gericht erneut: Wird der Angeklagte diesmal wegen Mordes oder weiterhin wegen Totschlags verurteilt?
Nach dem Tod eines kleinen Jungen prüft das Gericht erneut: Wird der Angeklagte diesmal wegen Mordes oder weiterhin wegen Totschlags verurteilt?
Im neu aufgerollten Prozess um einen getöteten zweijährigen Jungen vor dem Landgericht Trier wird heute (9.30 Uhr) das Urteil erwartet. Im Kern geht es darum, ob der Angeklagte erneut wegen Totschlags oder doch wegen Mordes verurteilt wird.
Der heute 22-Jährige war im Januar 2025 wegen Totschlags zu sechs Jahren und neun Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Nach den Feststellungen hatte er im Juli 2024 den zweijährigen Sohn seiner Lebensgefährtin mehrfach geschlagen und heftig geschüttelt. Das Kind erlitt ein Schütteltrauma und starb rund sechs Wochen später.
Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist nicht hinreichend geprüft worden, ob sich der Angeklagte aus sonstigen niedrigen Beweggründen des Mordes strafbar gemacht habe. Daher wird der Fall neu verhandelt.
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