Im Ländervergleich liegt das Saarland laut den Angaben auf Platz 3. (Symbolbild)
Andreas Arnold/dpa
Im Ländervergleich liegt das Saarland laut den Angaben auf Platz 3. (Symbolbild)
Hochschulstart

Studium im Saarland recht häufig mit Zugangsbeschränkung

Im Saarland sind 44,1 Prozent der Studienfächer zulassungsbeschränkt – deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Welche Fächer sind besonders betroffen?

Wer ab Herbst im Saarland studieren will, muss vergleichsweise oft mit einer Zugangsbeschränkung rechnen. Nach einer Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) liegt der Anteil der Fächer mit einer Beschränkung, wie etwa einen Numerus Clausus (NC) oder einen Eignungstest, zum Wintersemester 2026/2027 bei 44,1 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt dagegen bei lediglich 31,6 Prozent.

Der Anteil im Saarland entspreche nahezu dem Vorjahreswert (44,2 Prozent). Drei Jahre zuvor seien es aber mit einem Anteil von 64,1 Prozent noch deutlich mehr Studiengänge mit etwa NC oder Test gewesen.

Im Ländervergleich liegt Saarland auf Platz drei

Im Ländervergleich liegt das Saarland laut den Angaben auf dem dritten Platz hinter Spitzenreiter Berlin und Baden-Württemberg. «Studienangebote in den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sind im Saarland zu 53,6 Prozent zugangsbeschränkt, bei den Sprach- und Kulturwissenschaften sind es dagegen nur 12,3 Prozent», hieß es.

Zwischen Universität sowie Fachhochschule beziehungsweise Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) gibt es mit 22,9 und 58,2 Prozent einen deutlichen Unterschied. Geringer ist die Spanne bei Bachelor- und Master-Studiengänge mit Werten von 41,9 und 48,8 Prozent. 

Und wie ist die bundesweite Entwicklung? 

Deutschlandweit geht der Anteil zugangsbeschränkter Studiengänge seit Jahren zurück. Laut den Angaben galt dies vor sechs Jahren noch für mehr als 40 Prozent aller Studienangebote - und er sinkt seither auf nunmehr 31,6 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr sei der Anteil noch einmal um 0,9 Prozent kleiner geworden. 

Im Bundesländervergleich haben Studierende, die nach Berlin wollen, am seltensten die freie Wahl: In der Hauptstadt ist mehr als jedes zweite Studienangebot (53,5 Prozent) zulassungsbeschränkt. 

Das Flächenland Baden-Württemberg hat mit einem Anteil von 46,2 Prozent ebenfalls noch viele beschränkte Angebote, gefolgt vom Saarland (44,1 Prozent) und Bremen. An Hochschulen mit Sitz Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz dagegen gibt es für weniger als jedes fünfte Angebot eine Beschränkung.

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