Stiftung Lesen: Vorlesen muss wie Zähneputzen sein
Das schlechte Abschneiden deutscher Schüler beim Lesen in der Pisa-Studie ist für die Stiftung Lesen nicht überraschend. Was helfen könnte.
Das schlechte Abschneiden deutscher Schüler beim Lesen in der Pisa-Studie ist für die Stiftung Lesen nicht überraschend. Was helfen könnte.
Eine deutliche Stärkung frühkindlicher Leseförderung und mehr Vorleseaktionen fordert die Stiftung Lesen mit Blick auf die Pisa-Ergebnisse. «Die Voraussetzungen für Lesekompetenz entstehen lange vor dem Pisa-Alter von 15 Jahren», heißt es in einer Mitteilung in Mainz.
«Wer Kinder stärken will, muss sie früh erreichen – lange vor der Einschulung», sagte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung, Jörg F. Maas. «Zehn Minuten vorlesen am Tag muss zum normalen Alltag gehören, wie tägliches Zähneputzen und das müssen Eltern wissen.»
Jedes vierte Kind kann am Ende der Grundschule nicht richtig lesen
Bildungsstudien zeigten seit Jahren eine sinkende Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen. Rund jedes vierte Kind verlasse die Grundschule, ohne ausreichend gut lesen zu können, sagte Maas.
Hinter dem Drittel der Jugendlichen in der Pisa-Studie mit sehr eingeschränkten Lesekompetenzen «stehen echte junge Menschen, die voraussichtlich ihr ganzes Leben lang mit den Folgen fehlender Lesekompetenz kämpfen werden», mahnte Maas.
In Lesen, aber auch Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den getesteten 15-Jährigen in der aktuellen Pisa-Studie noch niedrigere Werte als im ersten Jahr 2000 nach dem Pisa-Schock festgestellt.
© dpa-infocom, dpa:260908-930-651958/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten