Mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland waren in 27 Sportarten gemeldet.
Laszlo Pinter/dpa
Mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland waren in 27 Sportarten gemeldet.
Vor der Abschlussfeier

Special Olympics loben Saarland - Spiele der Hitze angepasst

Die Wettbewerbe enden. Veranstalter loben die Unterstützung - auch die Herausforderungen mit Blick auf das Wetter seien bislang gemeistert worden.

Die Organisatoren der nationalen Sommerspiele der Special Olympics haben dem Saarland ein positives Zeugnis ausgestellt. «Das Saarland hat sich als sehr, sehr guter Gastgeber präsentiert. Das kann man wirklich sagen», sagte Tom Hauthal, Geschäftsleitung Sport und Bildung bei Special Olympics Deutschland (SOD), der Deutschen Presse-Agentur. Viele Helfer hätten erklärt, sie wollten sich weiter engagieren.

Die Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung hatten am Montag begonnen. Mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten aus Deutschland waren in 27 Sportarten gemeldet. Rund 100.000 Besucher wurden erwartet. Am (morgigen) Samstag enden die Spiele mit einer Feier in Saarbrücken.

Schattenplätze und Trinkpausen

Mit Blick auf die Hitze sehen sich die Organisatoren gut vorbereitet. Die getroffenen Maßnahmen entsprächen grundsätzlich denen anderer Sportveranstaltungen, sagte Hauthal. «Wir haben noch mal einen größeren Fokus auf die Situation insgesamt.» Wegen möglicher Gewitter im nördlichen Saarland werde die Entwicklung des Wetters über ein Echtzeit-Monitoring verfolgt.

Zugleich seien Vorkehrungen gegen hohe Temperaturen getroffen worden. So wurden zusätzliche Zelte, Sonnenschirme und Schattenbereiche eingerichtet sowie die Wasserversorgung ausgebaut. Moderatoren an den Wettkampfstätten erinnerten Athletinnen, Athleten, Helfer und Gäste, ausreichend zu trinken und Schatten aufzusuchen.

Überdies habe man einzelne Wettbewerbe angepasst: Außenveranstaltungen seien in die frühen Morgenstunden verlegt worden. Im Fußball wurden zusätzliche Trinkpausen eingeführt. «Ein Gesamtmaßnahmenpaket» nannte der Sportdirektor die Vorkehrungen. Bereits am Vortag habe dies funktioniert.

Inklusion und Begegnung als Ziel

Eine erhöhte Zahl hitzebedingter Einsätze habe es bislang nicht gegeben. «In der Quantität tatsächlich nicht auffallend mehr als sonst», sagte Hauthal. Erschöpfungserscheinungen seien bei sportlichen Wettbewerben grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Die Zahl der Einsätze von Rettungskräften habe sich nicht erhöht. Das werte der Veranstalter als Zeichen, dass die Maßnahmen und die Sensibilisierung der Beteiligten wirkten.

Nach Einschätzung von Hauthal wird von den Spielen etwas bleiben. Ziel sei, durch Begegnungen gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Dazu hätten unter anderem Schulprojekte beigetragen. «Dass wirklich auch was bleibt», sei ein wichtiges Anliegen der Organisatoren. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hatte die Spiele als «saarländisches Sommermärchen» bezeichnet.

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