So soll es mit dem Kloster Himmerod weitergehen
Eine Genossenschaft will das Kloster Himmerod neu beleben: Geplant sind verschiedene Wohnformen und der Erhalt als «geistiger Kraftort». Was ist das Konzept?
Eine Genossenschaft will das Kloster Himmerod neu beleben: Geplant sind verschiedene Wohnformen und der Erhalt als «geistiger Kraftort». Was ist das Konzept?
Vor fast neun Jahren hat der Zisterzienser-Orden das Kloster Himmerod in der Südeifel verlassen. Seitdem bemüht man sich um Nachfolgekonzepte - bisher ohne Erfolg. Jetzt soll eine neu gegründete Genossenschaft die Abtei übernehmen, um dort verschiedene Wohnformen zu schaffen und Himmerod als «geistigen Kraftort» zu erhalten.
Die neuen Pläne wurden am Wochenende vorgestellt. Das Interesse am Konzept zur Transformation des ehemaligen Klosters sei groß, teilte das Bistum Trier mit. Ausgangspunkt sei eine Befragung bei Mitgliedern, Gästen und Unterstützern im Auftrag des Trägervereins Kloster Himmerod gewesen.
Das Konzept sieht Wohnraum vor für verschiedene Personengruppen vor: vom Wohnen auf Zeit bis zum dauerhaften Wohnen. Josef Hennebrüder von der Düsseldorfer I.D.G. Genossenschaft sagte: «Ein erster Abschnitt kann realisiert werden, wenn für etwa 500 Quadratmeter von ungefähr 5.400 Quadratmetern vorhandenen Flächen Anteile von Mitgliedern gezeichnet sind».
Investitionen von bis zu 35 Millionen Euro stehen im Raum. Für einen Anteil muss ein Mitglied 1.500 Euro sowie 500 Euro Eintrittsgeld zahlen. Hinzu kommt ein Monatsbeitrag von 20 Euro. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann teilte mit, er werde auch Anteile an der Genossenschaft erwerben.
Frühere Umbaupläne gescheitert
Reinhold Bohlen, Rektor der Abteikirche Himmerod sagte, er hoffe, dass Himmerod mit diesem Weg auch Vorreiter werde: «ein Modellort für die Zukunft kirchlicher Liegenschaften im Miteinander von Bewahrung und Erneuerung». Für die Klosterkirche und das Museum soll eine eigene Stiftung gegründet werden.
Das Kloster war 1134 vom Zisterzienser-Mönch Bernhard von Clairvaux gegründet worden. Im Oktober 2017 zogen sich die Zisterzienser dort zurück. Gründe waren die geringe Zahl der Mönche und eine angespannte Finanzlage.
Pläne für einen Umbau des Klosters zu einem Jugendhaus waren im Oktober 2022 gescheitert. Auch ein anvisiertes Gästehaus kam nicht zur Umsetzung. Der Grund: Es fehlte das Geld.
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