Rote Karte für das Saarland beim Dienstwagen-Check
Das Land schneidet bei der Flotten-Auswertung der Deutschen Umwelthilfe nicht gut ab - aber für vier Bundesländer gibt es eine noch schlechtere Bewertung.
Das Land schneidet bei der Flotten-Auswertung der Deutschen Umwelthilfe nicht gut ab - aber für vier Bundesländer gibt es eine noch schlechtere Bewertung.
Die Dienstwagenflotte der saarländischen Landesregierung stößt einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge zu viel Kohlendioxid aus. Ein Länderranking der DUH zu den Flotten zeigt aber auch, dass es noch schlimmer geht: Das Saarland landet auf dem fünften Platz, erhielt aber dennoch in der Gesamtbewertung wie die Masse der Länder eine rote Karte.
Auf den größten realen Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 kommen der Auswertung zufolge innerhalb des Saar-Kabinetts die Dienstwagen von Wirtschaftsminister Jürgen Barke sowie Innenminister Reinhold Jost (beide SPD). Diese Fahrzeuge haben laut Umwelthilfe einen realen CO2-Ausstoß von 192 Gramm pro gefahrenem Kilometer.
Eine grüne Karte für CO2-Emissionen von weniger als 93,6 Gramm pro Kilometer bekamen die Wagen von Finanzminister Jakob von Weizsäcker, Umweltministerin Petra Berg sowie von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (alle SPD). Es sind allesamt Elektrofahrzeuge.
Umwelthilfe sieht Plug-In-Hybride kritisch
Die anderen aufgelisteten vier Dienstwagen des saarländischen Kabinetts sind demnach Plug-In-Hybride, die die Umwelthilfe kritisch sieht. Diese hätten große Verbrennungs- und kleine Elektromotoren, absolvierten nur einen kleinen Teil der Fahrten elektrisch, beim Gros der Fahrten werde auf spritdurstige Verbrennungsmotoren zurückgegriffen. Dennoch stellten Plug-In-Hybride den größten Anteil der Dienstwagen deutscher Spitzenpolitikerinnen und -politiker, bemängelte die DUH.
Zumindest eine gelbe Karte für ihre Flotte bekamen bei der Gesamtschau die Landesregierungen von Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Schlusslichter sind demnach auch in diesem Jahr Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die laut Umwelthilfe vollständig auf batteriebetriebene Dienstwagen verzichten.
«Völlig absurd»: Zunehmend Verbrennungsmotoren
Die DUH, die die Flotten im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 abgefragt hatte, kritisierte, dass Spitzenpolitikerinnen und -politiker insgesamt wieder zunehmend auf Dienstwagen mit Verbrennungsmotoren setzten. Das sei im Jahr 2026 völlig absurd, sagte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.
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