Die Sicherheitsbehörden haben bei der Bekämpfung des Extremismus zunehmend die sozialen Medien im Visier. (Archivbild)
Andreas Arnold/dpa
Die Sicherheitsbehörden haben bei der Bekämpfung des Extremismus zunehmend die sozialen Medien im Visier. (Archivbild)
Extremismus

Rechtsextremismus größte Bedrohung in Rheinland-Pfalz

Soziale Medien werden von Extremisten immer stärker für das Anwerben von jungen Menschen genutzt. Über digitale Kommunikationsplattformen gibt es auch eine zunehmende Radikalisierung junger Menschen.

Der Rechtsextremismus bleibt die größte Bedrohung für die freiheitliche demokratische Grundordnung in Rheinland-Pfalz. Die Zahl der Personen, die der rechtsextremistischen Szene zugeordnet werden, sei im vergangenen Jahr um 65 auf 860 gestiegen, sagte Innenminister Achim Schwickert (CDU) bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichts in Mainz. Rund 80 Prozent aller extremistisch motivierten Straftaten in Rheinland-Pfalz seien rechtsextrem motiviert gewesen.

Besondere Aufmerksamkeit richtete der Verfassungsschutz nach Angaben des Innenministers auf neue rechtsextremistische Jugendgruppen. Diese Gruppen würden gezielt junge Menschen über soziale Medien ansprechen und für extremistische Ideologien werben.

Neben dem Rechtsextremismus bleibe der Islamismus eine weitere ernstzunehmende extremistische Bedrohung in Rheinland-Pfalz berichtete Schwickert. Dem islamistischen Spektrum würden derzeit rund 710 Personen im Land zugerechnet (2024: 690), darunter etwa 65 gewaltorientierte Menschen. Die Sicherheitsbehörden beobachteten vor allem die zunehmende Radikalisierung junger Menschen über digitale Kommunikationsplattformen.

© dpa-infocom, dpa:260625-930-281490/1
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